BVES bei EEW-Stakeholderkonsultation: Strombasierte Prozesswärmeerzeugung mitdenken!
Der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) betonte bei der Stakeholderkonsultation zur letzten Novelle der Richtlinie zum Förderprogramm „Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die Notwendigkeit, strombasierte Prozesswärmeerzeugung für Temperaturen über 400 Grad in die Förderung aufzunehmen. Dies spielt eine zentrale Rolle in der Dekarbonisierung der Industrie.

18.07.2024
Der BVES sieht die EEW-Richtlinie als ein zentrales Förderinstrument für die Dekarbonisierung der Industrie und betont die Wichtigkeit, dass dieses Instrument relevante Lösungen erschließt.
Ein zentraler Schritt zur Dekarbonisierung der Industrie
Die Energiewende benötigt dringend die schnelle Umrüstung auf strombasierte Prozesswärme in der Industrie und die Industrie als neuen Abnehmermarkt. Ohne die Nachfrage seitens der Industrie geraten EE-Projekte, die bereits heute von negativen Preisen auf den Strommärkten betroffen sind, in Schwierigkeiten. Die Dekarbonisierungspotenziale für Industrieprozesse sind enorm, besonders bei Power-to-Heat-Technologien, die Prozesswärme über 400 Grad liefern können, und bei mobilen Wärmespeichern. Die strombasierte Prozesswärmeerzeugung funktioniert nur mit thermischen Speichern. Hier kann das EEW-Programm als Richtschnur für die Industrie in der Umsetzung ihrer Dekarbonisierungspläne dienen, sodass der Ausbau der erneuerbaren Energien wirtschaftlich fortgesetzt werden kann.
Im Bereich mobiler Wärmespeicher gilt es ebenfalls, das bislang Erreichte über die Ziellinie zu tragen. Es bedarf jetzt Detailanpassungen, damit die Bemühungen, die Technologie ins Förderprogramm zu integrieren, Früchte tragen können.
Der BVES dankt dem BMWK für einen produktiven Austausch und die Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema und hofft, dass diese essenziellen Anpassungen umgesetzt werden, damit die Dekarbonisierung der Industrie schneller voranschreitet.

Lesen Sie die Stellungnahme zur EEW-Novelle hier