Verlängerung der Befreiung von Netznutzungsentgelten für neue Energiespeicher wichtiges Signal für die Branche

BVES e.V. begrüßt den Beschluss des Bundesrates, die Entgeltbefreiung für den Netzzugang auf 40 Jahre zu erhöhen, mahnt aber gleichzeitig die mangelnde Reichweite im Bereich der bestehenden Pumpspeicherwerke (PSW) an.

Berlin, 22. Mai 2015 – Der BVES begrüßt die Bundesratsinitiative, elektrische Energiespeicher für 40 Jahre von den Netzentgelten zu befreien, als richtiges Signal. Auch was PSW betrifft, haben die Länder offensichtlich verstanden, dass die wirtschaftliche Lage signifikant verbessert werden muss, um die netzdienlichen Leistungen für die Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Systemstabilität in Zukunft nicht zu verlieren.

Gleichzeitig ist jedoch zu kritisieren, dass der Vorstoß des Bundesrates nicht weitreichend genug ist. Pumpspeicher können, wie im Beschluss als Voraussetzung für die Entlastung von Netznutzungsentgelten gefordert, ihr Speichervolumen nicht ohne weiteres vergrößern oder ihre Pump- oder Generatorleistung erhöhen. Dagegen sprechen in den meisten Fällen genehmigungsrechtliche, technische oder geologische Gründe.

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Regelung zielt lediglich auf die Entlastung im Falle von Modernisierungen und Neubau von PSW. Dies hilft damit zwar Neuanlagen und Projekten in Planung, die systemisch wichtigen Bestandsanlagen bleiben jedoch unberücksichtigt.

Aktuell leisten in Deutschland Pumpspeicherwerke mit rund 7.000 MW installierter Leistung täglich einen wichtigen Beitrag zu Systemstabilität und Versorgungssicherheit. Um diese Leistung auch in Zukunft nutzen zu können, wäre allein eine vollständige Befreiung von allen Letztverbraucherabgaben, auch für Bestandsanlagen, richtig und sachgerecht – auch im Hinblick darauf, dass die Anlagen den Strom erst nach der Speicherung an die tatsächlichen Letztverbraucher weitergeben, die nochmals die Abgaben entrichten, so dass eine Doppelbelastung entsteht.

Nach dem Beschluss der Bundesrates werden zukünftig Neuanlagen zur Speicherung elektrischer Energie, die rückwirkend ab 4.08.2011 innerhalb von 15 Jahren in Betrieb genommen werden, zukünftig für 40 Jahre (statt bisher 20 Jahre) von Entgelten für den Netzzugang freigestellt. PSW, deren (Pump- oder Turbinen-)Leistung um mind. 7,5% oder deren speicherbare Energiemenge um mind. 5% nach dem 4.08.2011 erhöht wurden, werden nun für 20 Jahre (statt 10 Jahre) von der Entrichtung von Netznutzungsentgelten befreit.

Pumpspeicherwerke – Hidden Champions des Stromsystems

Großer Zuspruch beim Parlamentarischen Frühstück des BVES am 26. März in Berlin

Zum Parlamentarischen Frühstück des BVES – Thema war diesmal die Systemstabilität durch Pumpspeicherkraftwerke (PSW) – am 26. März 2015 in Berlin kamen zahlreiche Vertreter aus Ministerien und Bundestag, um sich über Speicher zu informieren und mit dem Verband zu diskutieren.

Was PSW leisten und warum diese bewährte Technologie weiterhin ein Zukunftsthema ist, stellte der BVES am Beispiel bestehender PSW von Vattenfall sowie eines geplanten PSW in einem regionalen Energiekonzept der Stadtwerke Trier vor. Nach angeregter Diskussion steht für den BVES fest: PSW müssen weiterhin am Markt agieren und brauchen dafür wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine marktgerechte Vergütung, um ihren Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien leisten zu können.

Sonne weg = Licht aus?

Im Energiewendeland Deutschland fehlen dringend benötigte Speicherkapazitäten, um trotz Naturphänomenen wie Herbststürmen, Hochnebel oder – aus aktuellem Anlass – Sonnenfinsternissen eine sichere und gleichzeitig saubere Stromversorgung zu gewährleisten.

Berlin, 17. März 2015 – Die für Freitag, (20.03./9:38h MEZ) erwartete Sonnenfinsternis stellt Deutschlands Stromnetzbetreiber vor immense Herausforderungen. Mit Spannung und auch mit Sorgen erwarten sie das Naturphänomen. Doch eine der drängendsten Herausforderungen der Energiewende ist nicht die Frage kontinuierlichen Winds oder ununterbrochener Sonneneinstrahlung. Wichtig ist der parallele Ausbau der Netze und flexibler Energiespeicher. Nur so sind die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien in immer größerem Umfang optimal zu nutzen. Auch wenn es draußen mal dunkel wird.

„Speicher unterstützen das Netz in beide Richtungen – durch die Aufnahme von Stromüberschüssen einerseits sowie der punktgenauen Wiedereinspeisung andererseits. Stünden alle in Deutschland installierten Pumpspeicherkraftwerke für diese eine Aufgabe zur Verfügung, würden sie am Freitag als benötigte Reserve für das deutsche Stromnetz ausreichen. Für kurzfristige Lastschwankungen könnten bereits heute zur Verfügung stehende Batteriespeicher mit extrem kurzen Reaktionszeiten eine Überlastung der Netze verhindern.“, so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES.

Entsprechende Schwankungen seien zu erwarten, wenn am Freitag ein Großteil der in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen gleichzeitig wieder ihren Betrieb aufnehmen. Für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sind der Einsatz von Energiespeichern als Flexibilitätsoption und die dafür notwendigen Marktbedingungen unverzichtbar, so die Position des Bundesverbandes
Energiespeicher (BVES). Bereits im Grünbuch der Bundesregierung zum Strommarktdesign wird Energiespeichern eine grundlegend wichtige Rolle beigemessen. Der BVES begrüßt dies, mahnt jedoch bestehende Marktbarrieren an und unterstreicht, dass der Auf- und Ausbau von Energiespeichern auch stabiler politischer Rahmenbedingungen bedarf. Dies ist aktuell noch nicht Fall, für weitere Investitionen als Sicherheit aber unverzichtbar. „Die wachsende Notwendigkeit von Speichern ist unbestritten.

Die Anpassung auch der rechtlichen Grundlage für Speicher ist nun dringend geboten. Speicher müssen einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt und zu den Netzen erhalten.“ so BVES-Geschäftsführer Windelen. Auf dem Branchentreff „Energy Storage Europe“ in Düsseldorf konnte die Industrie in der vergangenen Woche zeigen, dass die erforderlichen Speichersysteme längst marktreif sind. In vielen Regionen sind unterschiedliche Speicherlösungen bereits heute eine unerlässliche Stütze einer sicheren und sauberen Energieversorgung. Auch deshalb mahnt der BVES

SCHNELLE SPEICHER STATT LANGER LEITUNG.

politische Unterstützung beim weiteren Ausbau der dringend benötigten Speicherkapazitäten an. Diese müssen mit dem wachsenden Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland Schritt halten, damit die Energiewende als saubere und nachhaltige Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann.

Speicher im Aufwind: BVES wächst analog zur weltweit größten Konferenzmesse für Speichertechnologien

Die Konferenz und Messe „Energy Storage Europe“ startet mit großem Zuspruch – BVES Bundesverband Energiespeicher e.V., Partner der Energy Storage Europe betont Marktreife von Speichern und fordert umgehende Beseitigung der Markteintrittshemmnisse

Düsseldorf, 9. März 2015 – Die Energy Storage Europe, weltweit größte Konferenzmesse für Speichertechnologien, startet heute in Düsseldorf mit über 80 Rednern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, rund 100 Ausstellern und zahlreichen hochkarätigen Partnerveranstaltungen. Der BVES als Partner der Energy Storage wird in diesem Rahmen seine ordentliche Mitgliederversammlung und verschiedene Fachveranstaltungen durchführen.

„Wir freuen uns sehr, dass sowohl die Veranstaltung als auch der Verband sich erfolgreich etabliert haben. Der wachsende Zuspruch und das Wachstum des Verbandes bestätigt die Bedeutung von Speichern als eine der dringend notwendigen Flexibilitätsoptionen für das Gelingen der Energiewende“, so Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES und Chairman der Energy Storage Europe.
Der BVES stellt bei seiner Mitgliederversammlung am 10. März unter anderem die Positionierung des Verbands zum zukünftigen Strommarktdesign vor, Bezug nehmend auf das Grünbuch des BMWi. „Es wird höchste Zeit, dass die vielen Vorteile von Speichern den Stellenwert erhalten, der ihnen energiewirtschaftlich zusteht. Um das Ziel der Energiewende – eine CO2-arme Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien – zu erreichen, leisten Energiespeicher schon heute einen unverzichtbaren Beitrag. Deutschland als Industriestandort darf in diesem international rasant wachsenden Zukunftsmarkt keinesfalls den Anschluss verlieren.“ so eine der Kernaussagen des Papiers.

Prof. Weber: „Speicher sind marktreif. Mit ihren Systemdienstleistungen und der damit einhergehenden Gewährleistung der Versorgungssicherheit leisten sie schon heute einen entscheidenden Beitrag zu einer flexiblen, kostengünstigen und klimafreundlichen Energieversorgung“.

Die große Bandbreite an Leistungen, die Speicher erbringen können – bspw. zeitliche und räumliche Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch, Lieferung von Momentanreserve, Primärregelleistung, Sekundärregelleistung und Minutenreserve sowie weitere systemdienliche Leistungen wie Spannungshaltung, Blindleistung, Redispatch, Kurzschlussleistung, Frequenzhaltung und Schwarzstartfähigkeit – werden aufgrund der zunehmenden Anzahl fluktuierend einspeisender EE-Anlagen künftig in immer größerem Maße benötigt.

Um den Einsatz dieser systemnützlichen Leistungen von Speichern zu unterstützen und Investitionen in den Bereich zu erreichen, brauchen Energiespeicher jedoch marktorientierte, technologieneutrale und diskriminierungsfreie Rahmenbedingungen. Energiespeichern muss eine ihrem Systemnutzen entsprechende Teilnahme ermöglicht werden, was durch Marktzugangsbarrieren nicht gegeben ist. So werden Speicher etwa nach wie vor durch doppelte Abgabenbelastung benachteiligt.

„Der Sinn und die steigende Notwendigkeit von Speichern ist nicht mehr zu bestreiten. Die Anpassung auch der rechtlichen Grundlage für Speicher ist nun dringend geboten. Speicher müssen einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt und zu den Netzen erhalten.“ so Prof. Weber weiter. Die Energy Storage findet vom 9.-11. März auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt. Erwartet werden über 1.500 Teilnehmer aus 40 Ländern. Thematisch liegt der Fokus auf Anwendungen, Märkten und Geschäftsmodellen sowie Speicherlösungen für die europäische Energiewirtschaft und Industrie.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesverband Energiespeicher (BVES) unter www.bves.de.

BVES begrüßt den unerwartet hohen Zuwachs bei der Windenergie – Notwendigkeit für Speicher steigt

Rekordzubau in der Windenergie übersteigt bei weitem Erwartungen der Bundesregierung, Roadmap der Energiewende von der raschen Technologie-Entwicklung überholt. Bundesverband Energiespeicher (BVES) unterstreicht Bedeutung von Speichern für die Versorgungssicherheit bereits heute und fordert rasche Anpassung der Markteintrittsbedingungen

Berlin, 2. Februar 2015 – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland neue Anlagen zur Windstromerzeugung an Land mit einer Leistung von 4.750 Megawatt (MW) neu errichtet. Damit wird der im Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Zielkorridor deutlich überschritten. Um die stark ansteigende Menge an regenerativ erzeugtem Strom in das Energiesystem zu integrieren und damit die Energiewende erfolgreich umzusetzen, sind der Einsatz von Energiespeichern als eine Flexibilitätsoption und die dafür notwendigen Marktbedingungen unverzichtbar, so die Position des Bundesverbands Energiespeicher (BVES).

Damit der geplante Ausbau der Erneuerbaren – nach den Plänen der Bundesregierung soll der Anteil an der Stromversorgung 2025 40 bis 45 Prozent und 2050 mindestens 80 Prozent betragen – bezahlbar und sicher umgesetzt werden kann, müssen die Instrumente zu ihrer Integration umgehend angepasst werden. Der schleppend vorankommende Netzausbau, der in konservativen Szenarien nach wie vor als kostengünstigste Lösung dargestellt wird, reicht längst nicht mehr aus, wie die Ereignisse der letzten Wochen und Monate gezeigt haben. Immense Kosten für die Einsenkung von erneuerbar erzeugtem Strom und Netzengpassmanagement waren die Folge eines veralteten Marktdesigns, welches der aktuellen Entwicklung nicht mehr Rechnung trägt.

Um die volatilen erneuerbaren Energiemengen effizient und sicher in das Energiesystem zu integrieren, sieht der (BVES) die intelligente Weiterentwicklung des Energiemarktdesigns mit dem Ziel, Anreize für eine Flexibilisierung der Stromerzeugung und des Verbrauchs zu setzen, als zwingende Voraussetzung.

Mit ihrem vielfältigen Angebot systemdienlicher Leistungen (z.B. Spannungshaltung, Blindleistung, Versorgungswiederaufbau, Netzengpass-Management, Momentanreserve, Primär- und Sekundärregelleistung, Minutenreserve) tragen Speicher entscheidend dazu bei, auf lokaler und regionaler Ebene den Netzausbaubedarf und die daraus resultierenden Kosten zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Es fehlt jedoch bisher ein geeignetes Modell, welches Energiespeichern eine ihrem Systemnutzen entsprechende Refinanzierung ermöglicht. Dies muss sich nach Einschätzung des BVES im neuen Energiemarktdesign dringend ändern.

„Speicher leisten mit ihren Systemdienstleistungen und der damit einhergehenden Gewährleistung der Versorgungssicherheit schon heute einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende“ so Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES. „Dieser Beitrag muss künftig in Form einer wettbewerblich ermittelten Erlöskomponente einen Wert bekommen. Darüber hinaus müssen Speicher einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt erhalten.“

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesverband Energiespeicher (BVES) unter www.bves.de
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BVES veröffentlicht SICHERHEITSLEITFADEN LITHIUM-IONEN HAUSSPEICHER in Kooperation mit anderen Verbänden (BSW-Solar, ZVEH, DGS und StoREgio)

Gemeinsame Verbände-Expertengruppe definiert die Sicherheitsanforderungen für eigensichere Batteriespeichersysteme auf Lithium-Ionen-Basis

Berlin, 14. November 2014: Batteriespeicher sind schon heute nicht mehr aus dem Solarstrom –Markt wegzudenken. Sie verbessern den Eigenverbrauch, entlasten das Stromnetz und machen die Betreiber von Solarstromanlagen unabhängiger von steigenden Energiepreisen. Um vor allem die Sicherheit im Betrieb beim Einsatz von Speichersystemen in Wohngebäuden zu verbessern und in Zukunft auf ein einheitliches und nachvollziehbares Niveau zu bringen, hat ein Zusammenschluss von Verbänden heute den „Sicherheitsleitfaden Li-Ionen Hausspeicher“ veröffentlicht. Er stellt keine Norm dar, sondern ergänzt den aktuellen „Stand der Technik“.

Da Normen als „allgemein anerkannte Regeln der Technik“ einen längeren Prozess einhalten müssen, stellt der Leitfaden während des Normungsprozesses und bis zur Veröffentlichung der Normen bei der Herstellung und dem Betrieb von Batteriespeichersystemen auf Lithium-Ionen-Basis eine Empfehlung für die Branche dar. Die Expertengruppe der Verbände lädt alle noch nicht an dem Prozess beteiligten Marktteilnehmer ein, auch Ihre Erfahrungen und Wissen zum Thema Batteriesicherheit einzubringen.

Der „Sicherheitsleitfaden Li-Ionen Hausspeicher“ deckt folgende Themen ab:

  • Selbst bei einem Fehler (z.B. in der Schutztechnik) darf kein unsicherer Zustand auftreten – somit definiert er ein „Eigensicheres Batteriespeichersystem“
  • Es werden die insgesamt 41 Schutzziele definiert hierzu anwendbaren Normen benannt und auch mögliche präventive oder korrektive Maßnahmen aufgezählt.
  • Sicherheitsanforderungen an die Produkte, welche nicht durch Normen, Richtlinien, Verordnungen, Fachregeln abgedeckt sind, werden entsprechend des Stands der Technik beschrieben.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der Bundesverband Energiespeicher (BVES), der Verein StoREgio Energiespeichersysteme e.V., der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) sowie die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) haben den Leitfaden gemeinsam erarbeitet und veröffentlicht. Beteiligt an der Erstellung waren der TÜV Rheinland, der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., CETECOM ICT Services GmbH, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.

Die beteiligten Prüflabore (TÜV Rheinland, VDE und CETECOM) haben sich darüber hinaus auf einheitliche Testkritierien zur Überprüfung des Leitfadens verständigt.

Den Leitfaden finden Sie hier und auf den Webseiten der beteiligten Verbände.

Aufgrund der Aktualisierung des Stands der Technik mittels des Leitfadens wird auch der Speicherpass für Batteriespeicher in Kombination mit Solarstromanlagen aktualisiert. In den für Verbraucher kostenlosen Pass ist ein umfassendes Sicherheitskonzept eingeschlossen. Sie finden ihn unter: www.speicherpass.de

Die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Batteriespeichern zeigt die von der Bundesregierung im Rahmen des Speicherprogramms geförderte Webseite: http://die-sonne-speichern.de. Hier finden Sie auch einen Kurzfilm zum Thema.

Neue Speicher statt alter Kohlekraftwerke: Mit Speichertechnologien zur erfolgreichen Energiewende

Berlin, 8. Oktober 2014. Mit 27,7 Prozent liegt der Anteil der erneuerbaren Energien in den vergangenen neun Monaten auf Rekordhoch. Damit rückt das Ziel der Bundesregierung, bis 2025 den Anteil auf 40 bis 45 Prozent zu steigern, näher. Doch mit der Zunahme von volatilen Energien steigen nicht nur die Herausforderungen für die Stromnetze, es gilt in Zukunft auch an sonnen- und windarmen Tagen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

„Speicher sind die idealen Partner der erneuerbaren Energien“, erklärt Urban Windelen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES), am Rande der heute stattfindenden Speicherkonferenz des Bundeswirtschaftsministeriums. „Aktuell sichern vor allem alte Kohlekraftwerke unsere Energieversorgung, wenn die Sonne mal nicht scheint und der Wind nicht weht – mit den entsprechenden Folgen für Klima und Umwelt. Speicher sind hier nicht nur die deutlich klimafreundlichere Alternative, sie sorgen auch durch ihre dezentrale Einsatzfähigkeit für Netzstabilität, indem sie schnell und flexibel am Verbrauchsort Energieüberschüsse speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen.“

Speicher statt Netzausbau
Eine der großen Herausforderungen der Energiewende ist es, die zeitliche und räumliche Diskrepanz zwischen Energieproduktion und Verbrauch in Einklang zu bringen. Der Netzausbau soll hier Abhilfe schaffen. Doch Großprojekte wie Höchstspannungsleitungen quer durch Deutschland stoßen bei der Bevölkerung häufig auf Ablehnung. „Ohne die Akzeptanz der Bevölkerung ist die Energiewende nicht umsetzbar“, so Urban Windelen. „Statt einseitig auf Netzausbau zu setzen, sollte in Forschung und Entwicklung der Speichertechnologien investiert und ein fairer Zugang zum Markt ermöglicht werden. Denn Speicher als dezentrale Systemlösung genießen eine deutlich höhere Akzeptanz vor Ort. Zudem machen sie uns unabhängiger von Stromimporten aus dem Ausland.“
Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES, ergänzt: „Heute geht es darum, die volatile Einspeisung von erneuerbaren Energien abzufedern und den erneuerbaren Strom zu gesicherter Leistung aufzuwerten. Zukünftig ist es entscheidend für die Versorgungssicherheit, dass genügend Strom zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung steht. Dies können Speicher besonders gut gewährleisten, denn im Gegensatz zum Netz decken sie nicht nur die räumliche, sondern auch die zeitliche Komponente ab.“

Speicher sind günstiger
Kritiker führen häufig den Kostenfaktor als Grund an, warum der Ausbau der Speicher nicht schneller voran getrieben werden solle. Dieses Argument wird auch beispielsweise in der jüngsten Speicherstudie der Agora Energiewende angeführt. Doch die Bewertung der Kosten müssten für das gesamte System gesehen werden, meint Urban Windelen. „Milliarden für Netzausbau und konventionelle Kraftwerke sowie deren negativen Folgen für die Umwelt – diese Kosten werden häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Doch aus volkswirtschaftlicher Perspektive geht es um die Gesamtkosten der Energiewende. Da dürfen wir nicht nur den Strommarkt allein betrachten, auch der Wärme- und der Mobilitätsmarkt spielen eine Rolle.“ Bei der Power-to-Gas Speichertechnologie kann beispielsweise überschüssiger Strom mithilfe der PEM-Elektrolyse in Wasserstoff verwandelt werden, der dann in der Industrie oder im Wärmemarkt zum Einsatz kommt.

Urban Windelen wird neuer Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher

Der 43-jährige Jurist übernimmt das Amt zum 1. Oktober

Berlin – Urban Windelen wird neuer Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES). Der 43-jährige Volljurist übernimmt zum 1. Oktober 2014 die Nachfolge von Dr. Harald Binder. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Energiespeicher sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Die Bedeutung wird jedoch noch häufig unterschätzt. Als Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher werde ich mich für eine breite Anerkennung der Speichertechnologien in Politik und Medien und Gesellschaft einsetzen sowie für eine stärkere Nutzung moderner Energiespeicher engagieren.“

Prof. Dr. Weber, Präsident des BVES, ergänzt: „Wir sind ein Verband der Energiewende. Unsere Mitglieder wollen die Energiewende aktiv gestalten und beschleunigen. Speicher und ihre Einbindung in das Energiemarktdesign sind von elementarer Bedeutung hierfür. Ihre Förderung durch Marktdesign und auch direkte Unterstützung sind daher unerlässlich. Wir freuen uns, dass wir mit Urban Windelen einen Geschäftsführer gefunden haben, der gemeinsam mit uns diese wichtige Aufgabe vorantreibt und seine Fachkenntnisse und energiepolitischen Erfahrungen einbringt.”
Urban Windelen war zuletzt mit einem eigenen Beratungsunternehmen im energiewirtschaftlichen Umfeld tätig. Mit weiteren beruflichen Stationen etwa bei Shell oder dem Recyclingverband BDE sowie der Mitarbeit im Umweltexpertenpanel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln belegt Herr Windelen breite Fachkenntnisse und langjährige Erfahrung im Energie-/Umweltrecht und im gesamten Energiesektor.

Speichertechnologien als Schlüssel zur Energiewende

Branchenführer treffen sich zur Messe „Energy Storage Europe“ vom 25.-27. März 2014 in Düsseldorf – Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) fordert fairen Marktzugang statt Subventionen

Düsseldorf, 25. März 2014. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Speichertechnologien die natürlichen Schwankungen volatiler Energieträger ausgleichen. Unter diesen Vorzeichen lädt der Bundesverband Energiespeicher (BVES) Innovationsführer der Speichertechnologie sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft vom 25.-27. März 2014 zur „Energy Storage“ Messe und Fachkonferenz nach Düsseldorf. Es präsentieren sich fast 70 Aussteller sowie über 800 Experten und 100 Redner aus über 40 Ländern.

Speichertechnologien nehmen ein Überangebot an Sonnen- und Windenergie auf und machen es bei Flauten, sonnenarmen Tagen oder in der Nacht verfügbar. Deshalb sind sie als Partner der Erneuerbaren Energien so wichtig. Auch bei der Umwandlung von Energie in Wärme oder auf dem Feld der Elektromobilität kommt es auf den richtigen Speicher an. „Die Speichertechnologie ist weiter entwickelt als manche glauben“, erklärt Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES und Chairman der Konferenz. „Ob Pumpspeicher, Batterien oder Power-to-Gas: Es gibt für jeden Bedarf maßgeschneiderte Lösungen.“ BVES-Geschäftsführer Dr. Harald Binder ergänzt: „Mit den heute verfügbaren Speichern wird die bisherige Stromwende zur Energiewende. Sie sind die nötige Brücke zu Wärmeversorgung und Mobilität.“

Fairer Marktzugang statt Subventionen
Mit der Präsentation moderner Speichertechnologien verbindet die im BVES organisierte Branche auch Forderungen an die Politik. Prof. Dr. Eicke R. Weber: „Die Speichertechnologie ist so weit fortgeschritten, dass sie schon heute eine tragende Rolle bei der Energiewende spielen kann. Wir fordern die Bundesregierung auf, hierfür die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Die gegenwärtigen Regelungen machen Strom aus Energiespeichern unnötig teuer.“ Energiespeicher müssen derzeit für Strom, den sie aus dem öffentlichen Netz beziehen, Letztverbraucher-Abgaben und Steuern entrichten. Sie verbrauchen den Strom aber nicht, sondern federn lediglich Stromspitzen ab, die sie später wieder ins Netz einspeisen. Dort sorgt die EEG-Umlage für einen weiteren Preisaufschlag. „Es geht uns nicht um Subventionen“, erklärt Dr. Harald Binder. „Uns geht es um einen fairen Marktzugang und die Förderung von Forschung und Entwicklung. Strom aus Energiespeichern wird bisher unsinnigerweise doppelt mit Abgaben belegt. Da muss die Bundesregierung ran, wenn sie es mit der Energiewende und dem dafür notwendigen Ausbau der Erneuerbaren ernst meint.“

Anziehungspunkt für deutsche und internationale Branchenführer
Die Konferenzmesse Energy Storage steht in einer Reihe mit weiteren Branchentreffen, die die Messe Düsseldorf in China, Japan, Indien und den USA veranstaltet. Neben der Präsentation innovativer und kosteneffizienter Lösungen erfahren die Besucher in Diskussionen und Vorträgen, welche Standards und politische Rahmenbedingungen die Entwicklung der Branche vorantreiben und hemmen sowie welche Marktchancen sich den Akteuren bieten. „Das Hauptziel der weltweiten Veranstaltungsreihe ist es, die wichtigsten Akteure aus Industrie, Forschung und Politik zusammenzubringen. Durch gemeinsames Netzwerken, Wissensvermittlung und konkrete Geschäftsabschlüsse wird so die Entstehung und Ausweitung eines weltweiten Speichermarktes nachhaltig unterstützt“, so Prof. Dr. Weber.
Zu den Besuchern der Messe gehören in diesem Jahr neben NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) und NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) über 800 Führungskräfte aus allen wichtigen Bereichen der Speicherbranche. Auch viele internationale Gäste sind vertreten. Prof. Dr. Eicke R. Weber: “Wir begrüßen in diesem Jahr besonders die Mitglieder einer hochrangigen Expertenkommission aus Kalifornien. Ihre Teilnahme an der Konferenz zeigt deutlich das große internationale Interesse, mit Deutschland auf dem Gebiet der Energiewende zusammenzuarbeiten.“