Versand von Lithium-Ionen-Batterien: Neuerungen in der Umsetzung der Gefahrgut-Regelungen im ADR 2017

Bonn, Februar 2017 – Das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (Abkürzung ADR, von Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route) enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut. Das ADR wird alle zwei Jahre an die neuesten technischen und juristischen Erkenntnisse angepasst. Derzeit liegt das ADR 2017 vor, welches ab dem 1.1.2017 gilt.
Für Lithium-Ionen Batterien gibt es bspw. in den Sondervorschriften unter Punkt 3.3 Neuerungen bei der Kennzeichnungspflicht (SV 188).

Zusätzlich zum Gefahrzettel 9 wurde für Lithium-Batterien UN-Nummern 3090, 3091, 3480 und 3481 der neue Gefahrzettel 9A eingeführt. Versandstücke, die nicht in Verbindung mit der Sondervorschrift 188 im Kapitel 3.3 des ADR verpackt und transportiert werden, müssen künftig mit dem neuen Gefahrzettel Nr. 9A anstelle von Nr. 9 gekennzeichnet werden. Der Unterschied zum allgemeinen Gefahrzettel Nr. 9 für verschiedene gefährliche Stoffe ist der zusätzliche Aufdruck des Batteriesymbols. Zu beachten ist allerdings, dass der Gefahrzettel Nr. 9A nicht als Placard, Großzettel verwendet werden darf. Für die Plakatierung von Fahrzeugen, Containern usw. muss weiterhin der Gefahrzettel Nr. 9 verwendet werden. Werden Lithiumbatterien nach Sondervorschrift 188 versandt, so gelten erleichterte Versandvorschriften.
Weitere Informationen gibt es etwa hier.

Das ADR-Dokument finden Sie auch unter der Rubrik “Technische Dokumente” im PDF-Format zum Download.