Thermische Technologien: Versorgungssicherheit in der Industrie ohne Öl und Gas

Die erfolgreiche industrielle Wärmewende bis 2045 ist entscheidend für die Erreichung der Klimaziele: Mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs entfällt auf den Wärmesektor. Insbesondere die Industrie mit ihrem hohen Bedarf an Prozesswärme steht dabei vor zwei zentralen Herausforderungen. Einerseits muss sie fossile Energieträger ersetzen und gleichzeitig die notwendigen Prozessschritte mit alternativen Technologien sichern. 

Mit dem Online-Event “Enabling Energy Transition with Thermal Technologies” hat der BVES mit seinem Partnerverband DCSP die führenden internationalen Experten zusammengebracht, um die erfolgreiche Umsetzung der Wärmewende in der Industrie darzustellen. Allein die über 600 angemeldeten Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen inklusive internationalen Regierungsvertretern belegen die Aktualität des Themas. Im Fokus standen innovative Lösungen für den Strom- und Wärmesektor, die eine flexible, dekarbonisierte und bedarfsgerechte Energieversorgung ermöglichen.

Thermische Technologien wie konzentrierender Solarthermie und thermischen Speichersystemen bieten passende Lösungen für die Energieversorgung, ohne dass Klimaziele und Energieunabhängigkeit einen Zielkonflikt darstellen. Sie ermöglichen die zuverlässige Bereitstellung von grüner Wärme in Nieder-, Mittel- und Hochtemperaturbereichen. Sie tragen zur Steigerung der Energieeffizienz bei und ermöglichen Versorgungssicherheit sowie die Reduktion von Energieimporten (Fuel Switch).

Dr. Andreas Hauer, Präsidiumsmitglied BVES & Vorstandvorsitzender ZAE Bayern: „Die Energieversorgung der Industrie mit Prozesswärme muss heutzutage nicht nur CO2-frei sein, sondern auch unabhängig und stetig sicher. Dafür bieten thermische Speicher eine schnell umsetzbare, effiziente Lösung.

Während des Events haben die beteiligten Unternehmen die Vielfalt marktfähiger Technologien vorgestellt, die über jegliche Temperaturniveaus hinweg zahlreiche Produktionsprozesse auf erneuerbarer Basis abbilden können.

Dr. Susanne König, Vorstandsmitglied BVES & CFO Kraftblock GmbH: „Technologische Exzellenz, die in Deutschland aufgebaut wurde, steht bereit und muss jetzt endlich zum Einsatz kommen. Es braucht dringend eine Informationskampagne durch das Ministerium, damit wir uns als Unternehmen für die Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit mit unseren Technologien auch positionieren können.“

Das große Interesse der Teilnehmenden zeigte: Die vorhandenen Technologien für Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit müssen jetzt zum Einsatz kommen! Nur so kann die Versorgungssicherheit im Industrieland Deutschland gesichert werden.

Die Präsentationen sind auf der Event-Seite abrufbar. Wir rufen alle Beteiligten auf, sich aktiv in die Facharbeit einzubringen und sich gemeinsam für Klimaschutz starkzumachen.