Speichertechnologien als Schlüssel zur Energiewende

Branchenführer treffen sich zur Messe „Energy Storage Europe“ vom 25.-27. März 2014 in Düsseldorf – Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) fordert fairen Marktzugang statt Subventionen

Düsseldorf, 25. März 2014. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Speichertechnologien die natürlichen Schwankungen volatiler Energieträger ausgleichen. Unter diesen Vorzeichen lädt der Bundesverband Energiespeicher (BVES) Innovationsführer der Speichertechnologie sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft vom 25.-27. März 2014 zur „Energy Storage“ Messe und Fachkonferenz nach Düsseldorf. Es präsentieren sich fast 70 Aussteller sowie über 800 Experten und 100 Redner aus über 40 Ländern.

Speichertechnologien nehmen ein Überangebot an Sonnen- und Windenergie auf und machen es bei Flauten, sonnenarmen Tagen oder in der Nacht verfügbar. Deshalb sind sie als Partner der Erneuerbaren Energien so wichtig. Auch bei der Umwandlung von Energie in Wärme oder auf dem Feld der Elektromobilität kommt es auf den richtigen Speicher an. „Die Speichertechnologie ist weiter entwickelt als manche glauben“, erklärt Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES und Chairman der Konferenz. „Ob Pumpspeicher, Batterien oder Power-to-Gas: Es gibt für jeden Bedarf maßgeschneiderte Lösungen.“ BVES-Geschäftsführer Dr. Harald Binder ergänzt: „Mit den heute verfügbaren Speichern wird die bisherige Stromwende zur Energiewende. Sie sind die nötige Brücke zu Wärmeversorgung und Mobilität.“

Fairer Marktzugang statt Subventionen
Mit der Präsentation moderner Speichertechnologien verbindet die im BVES organisierte Branche auch Forderungen an die Politik. Prof. Dr. Eicke R. Weber: „Die Speichertechnologie ist so weit fortgeschritten, dass sie schon heute eine tragende Rolle bei der Energiewende spielen kann. Wir fordern die Bundesregierung auf, hierfür die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Die gegenwärtigen Regelungen machen Strom aus Energiespeichern unnötig teuer.“ Energiespeicher müssen derzeit für Strom, den sie aus dem öffentlichen Netz beziehen, Letztverbraucher-Abgaben und Steuern entrichten. Sie verbrauchen den Strom aber nicht, sondern federn lediglich Stromspitzen ab, die sie später wieder ins Netz einspeisen. Dort sorgt die EEG-Umlage für einen weiteren Preisaufschlag. „Es geht uns nicht um Subventionen“, erklärt Dr. Harald Binder. „Uns geht es um einen fairen Marktzugang und die Förderung von Forschung und Entwicklung. Strom aus Energiespeichern wird bisher unsinnigerweise doppelt mit Abgaben belegt. Da muss die Bundesregierung ran, wenn sie es mit der Energiewende und dem dafür notwendigen Ausbau der Erneuerbaren ernst meint.“

Anziehungspunkt für deutsche und internationale Branchenführer
Die Konferenzmesse Energy Storage steht in einer Reihe mit weiteren Branchentreffen, die die Messe Düsseldorf in China, Japan, Indien und den USA veranstaltet. Neben der Präsentation innovativer und kosteneffizienter Lösungen erfahren die Besucher in Diskussionen und Vorträgen, welche Standards und politische Rahmenbedingungen die Entwicklung der Branche vorantreiben und hemmen sowie welche Marktchancen sich den Akteuren bieten. „Das Hauptziel der weltweiten Veranstaltungsreihe ist es, die wichtigsten Akteure aus Industrie, Forschung und Politik zusammenzubringen. Durch gemeinsames Netzwerken, Wissensvermittlung und konkrete Geschäftsabschlüsse wird so die Entstehung und Ausweitung eines weltweiten Speichermarktes nachhaltig unterstützt“, so Prof. Dr. Weber.
Zu den Besuchern der Messe gehören in diesem Jahr neben NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) und NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) über 800 Führungskräfte aus allen wichtigen Bereichen der Speicherbranche. Auch viele internationale Gäste sind vertreten. Prof. Dr. Eicke R. Weber: “Wir begrüßen in diesem Jahr besonders die Mitglieder einer hochrangigen Expertenkommission aus Kalifornien. Ihre Teilnahme an der Konferenz zeigt deutlich das große internationale Interesse, mit Deutschland auf dem Gebiet der Energiewende zusammenzuarbeiten.“