Rückendeckung von der EU: Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie II stärkt die Systemintegration von Energiespeichern

Die neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II) greift die BVES-Positionen (Link zum Positionspapier) weitgehend auf und legt die Grundlage für einen rechtlichen Handlungsrahmen, der die Systemintegration von Energiespeichern besser zulässt und gegen Diskriminierung im Energiemarkt vorgeht.

Die RED II stellt dabei fest, daß das neue verbindliche EU-Erneuerbare-Energien-Ziel von 32% bis 2030, von einer verbesserten Systemintegration von Energiespeichern abhängt und auch nur über den verstärkten Einsatz von Energiespeichern erreicht werden kann. Die EU-Kommission hebt in diesem Zusammenhang Dezentralität als treibende Kraft der Energiewende hervor und identifiziert die Doppelbelastung aus Abgaben („charges and fees“) von Eigenverbrauchsanlagen als Diskriminierung.

Dies entspricht einer langjährigen Grundforderung des BVES. Entsprechend sollen erneuerbare Eigenverbraucher keinen diskriminierenden Maßnahmen einschließlich Abgaben auf den Eigenverbrauch inklusive Speicher ausgesetzt werden. Die neue 30 kWp-Obergrenze aus der RED II ist ein Kompromiss, aber doch ein wesentlicher Fortschritt zu den aktuell noch geltenden Regelungen. Gerade für gemischte Speicherbetriebsmodelle und systemische Anwendungen mit Speichern ergeben sich durch die neue 30kWp-Regelung viele neue Chancen.

„Die RED II kommt den notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen für Energiespeicher ein wichtiges Stück näher. Die neuen EU-Vorgaben eröffnen damit neue Chancen zur Potentialentfaltung von Energiespeichern für eine nachhaltigere und effizientere Energieversorgung. Dieser positive Trend muss sich in den aktuellen Trilogverhandlungen zur Elektrizitäts-Binnenmarkt-Richtlinie (Market Design Directive, MDD) und -Verordnung (Market Design Regulation, MDR) fortsetzen. Wir arbeiten erwartungsvoll auf die überfällige Speicherdefinition und etwa die Festlegungen zu Besitz und Betrieb von Speichern hin.”