Neue Technologien für die Energiewende: „enera“-Projekt überzeugt den Wirtschaftsminister

Younicos ist der Speicherexperte im EWE-geführten Konsortium aus 75 Partnern/„enera“ hofft auf rund 50 Mio. Euro Förderung vom Bund

Berlin, 2. Dezember 2015 – Speicherpionier Younicos hat als Teil des „enera“-Konsortiums den Zuschlag des Bundeswirtschaftsministeriums für das Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie“ (SINTEG) erhalten. Im Rahmen von SINTEG werden in einer Modellregion in Niedersachsen innovative Technologien wie Speichersysteme für die Energiewende erprobt. Younicos wird unter anderem seine Expertise in der lokalen Bereitstellung von Systemdienstleistungen und in der Vernetzung von Speichern und Märkten einbringen.

“Wir freuen uns natürlich sehr über die Entscheidung des Wirtschaftsministeriums für dieses spannende Projekt. Im Rahmen von enera zeigen wir nicht weniger als das Energiesystem der Zukunft“, so Younicos-Mitgründer Clemens Triebel. “Um Klimaziele und Energiewende erfolgreich umzusetzen müssen Verbrauch und Erzeugung sowie Speicher und auch Märkte besser vernetzt werden. Der Schlüssel dazu ist die richtige Software, die es ermöglicht, alle Energieströme zu messen, zu verarbeiten und intelligent zu steuern.“

„Wir freuen uns besonders darüber, unser Wissen über den kommerziellen Einsatz von Energiespeichern einzubringen.“ so Triebel weiter. „In über zehnjähriger Pionierarbeit haben wir Technologien entwickelt, um innerhalb von wenigen Millisekunden zwischen Netz, Markt und Batteriekraftwerk zu kommunizieren. Genau diese Steuerungsexpertise wird in der Energiewirtschaft der Zukunft benötigt.“

Ziel von enera ist es, in den Landkreisen Aurich, Friesland und Wittmund sowie der Stadt Emden den Einsatz intelligenter Technologien zu erproben, und so das Zusammenspiel von Netz, Markt und Daten für die Energiewirtschaft der Zukunft zu optimieren. Im Rahmen des vierjährigen Projektes wollen die Partner insgesamt 200 Millionen Euro investieren. Der Bund wird davon 50 Millionen als Fördersumme tragen. Die 2.665 Quadratkilometer umfassende enera-Modellregion ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, bezieht aber auch industrielle Verbraucher ein und ist daher ideal geeignet um die Energiewende zu simulieren. In der Region sind bereits Wind- und andere erneuerbare Energieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,75 Gigawatt installiert. Daraus ergab sich bereits 2013 ein bilanzieller Anteil von über 170 Prozent erneuerbarer Energie.