Positives Signal: Rücknahme der Netzentgeltpflicht für Sektorenkopplung

Die gravierende Benachteiligung der Sektorenkopplung durch die zusätzliche Belastung mit Netzentgelten scheint vom Tisch. Keine 24 Stunden nach der ersten Mitteilung durch den BVES, dass die NABEG-Novelle eine Netzentgeltpflicht für PtX-Anlagen enthält, soll diese Belastung der Sektorenkopplung wieder zurückgenommen werden.

Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES: „Der Aufschrei in Industrie und Stadtwerken aber auch bei Abgeordneten und Bundesländern war laut. Es ist sehr zu begrüßen, dass im Bundesministerium dieser Ruf angekommen ist und die Rechtsänderung wieder umgestoßen werden soll.“

Einerseits spricht sich die Regierung breit für sektorenübergreifende Speichertechnologien aus, andererseits führen dann überraschende Rechtsänderungen zu einer vollen Netzentgeltpflicht für diese Anwendungen und verhindern damit einen wirtschaftlichen Betrieb. Das passt nicht zusammen. Flexible Sektorenkopplung ist ein zentrales Element, um die Energiewendeziele noch erreichen zu können.

Der BVES fordert die Bundesregierung dazu auf, nun endlich stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, die weiteres Wachstum der innovativen Branche ermöglichen.

„Jede Gelegenheit, unklare und überkomplexe Regelungen zu Speichern neu zu fassen und eine rechtssichere Umgebung für die Sektorenkopplung zu schaffen, sollte genutzt werden.“, so Florian Valentin, Sprecher der AG Recht und Regulierung des BVES und Partner der Kanzlei von Bredow Valentin Herz.

Urban Windelen: „Die Rücknahme der zusammengeschusterten Änderungen im Rahmen des NABEG kann jetzt nur der erste Schritt sein. Wir brauchen grundlegend Rechts- und Investitionssicherheit und eine gemeinsame – juristisch und fachlich passende – Lösung. Jetzt gilt es zunächst, Vertrauen wiederaufzubauen und weiteren Schaden zu verhindern.“

Der BVES steht als fachlicher Ansprechpartner bereit, um eine verantwortungsvolle und systemdienliche Sektorenkopplung bestmöglich zu gestalten.