Generelle Befreiung netzdienlicher Stromspeicher von Zahlung der Netzentgelte wichtiger Schritt für Marktentwicklung

BVES e.V. begrüßt Initiative der Wirtschaftsministerkonferenz, Stromspeicher generell von Netzentgelten zu befreien, und setzt sich weiterhin für fairen Marktzugang ein

Berlin, 30. Juni 2015 – Nachdem bereits im Mai eine Bundesratsinitiative dafür eintrat, elektrische Energiespeicher für 40 Jahre von den Netzentgelten zu befreien, haben die Wirtschaftsminister der Bundesländer sich in der Konferenz am 17. und 18. Juni nun für eine generelle Befreiung netzdienlicher Stromspeicher von der Zahlung der Netzentgelte ausgesprochen.

„Stromspeicher sollten von der Entrichtung des Netzentgeltes befreit werden. Denn Stromspeicher sind weder energiewirtschaftlich noch physikalisch als Letztverbraucher zu betrachten. Sie verbrauchen den Strom nicht endgültig, sondern entnehmen Strom aus
dem Netz, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Netz einzuspeisen. Insofern übernehmen Stromspeicher auch eine netzstabilisierende Funktion.“ so die Begründung der Minister. Auf der nächsten Wirtschaftsministerkonferenz ist das BMWi gebeten, zu der Initiative der Bundesländer Stellung zu nehmen.

Durch diese Netzentgeltbefreiung können u.a. auch bestehende Pumpspeicherkraftwerke (PSW) zukünftig wirtschaftlich betrieben werden, um ihre netzdienlichen Leistungen für die Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Systemstabilität zu erbringen.

„Wir werten es sehr positiv, dass ein wirtschaftlicher Betrieb von Energiespeichern immer mehr in den Fokus der Politik rückt“ so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES. „Wir haben dazu in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche geführt und freuen uns, dass die bisher ungünstigen Rahmenbedingungen der Speicher auf dem Prüfstand stehen. Dass diese Bewegung sich fortsetzt, wird weiterhin hohe Priorität unserer Arbeit haben.“