Energieverbände fordern faire Wettbewerbsbedingungen für Energiespeicher

Berlin, 29. Januar 2016 – Mit einem gemeinsamen Brief fordern BDEW,BEE,
bne, BVES, VDMA und VKU die Politik auf, das Strommarktgesetz zu
nutzen, um einen einheitlichen Gesetzesrahmen für Energiespeicher zu
schaffen. Die Verbände kritisieren, dass sich die wirtschaftlichen
Bedingungen für den Betrieb von Batterien, Pumpspeicherwerken oder auch
Power-to-Gas-Anlagen in den vergangenen Jahren verschlechtert haben.
Insbesondere die Einstufung von Energiespeichern als „Letztverbraucher“
belastet Speicherbetreiber mit Entgelten und Abgaben, was den
wirtschaftlichen Betrieb gefährdet.
Flexibilitätsoptionen wie Speicher sind entscheidend für die Energiewende,
da sie die stark schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energien im
Stromsystem schnell ausgleichen können. Aktuell sind aber ausgerechnet
systemrelevante Pumpspeicherwerke von Stilllegung bedroht,
Neubauprojekte werden gestoppt und andere Speichertechnologien wie etwa
Batterien oder Power-to-Gas-Anlagen kommen nur sehr langsam in den
Markt. Ursache für die fehlende Wirtschaftlichkeit von Energiespeichern sind
vor allem die gesetzlich festgelegten Abgaben: Die Speicherung von Strom
wird gleich zweimal mit Netzentgelten belastet. Derzeit fallen Netzentgelte
sowohl für das Beladen des Speichers als auch nach der Ausspeicherung
beim Verbraucher an. Gegen diese Doppelbelastung, die keiner anderen
Technologie auferlegt wird, hatte sich auch der Bundesrat ausgesprochen.
Aus Sicht der Verbände dürfen Speicher deshalb nicht als Letztverbraucher
eingestuft werden.
Die Doppelabrechnung von Netzentgelten benachteiligt Speicher auch
innerhalb Europas: Im europäischen Ausland fallen für Energiespeicher
teilweise keine oder erheblich geringere Netzentgelte an. Ausländische
Speicher haben somit einen Wettbewerbsvorteil. Gleiche
Wettbewerbsbedingungen sind jedoch die zentrale Voraussetzung für einen
gesamteuropäischen Energiebinnenmarkt.
Der Gesetzgeber muss daher das aktuelle Verfahren zum Strommarktgesetz
als Chance nutzen, Energiespeicher rechtlich und ordnungspolitisch sinnvoll
einzustufen und so einen fairen Wettbewerb für Energiespeicher ermöglichen.

Hier finden Sie unsere Stellungnahme als PDF-Dokument:

Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Ansrechpartner zur Verfügung:

BVES – Bundesverband
Energiespeicher e.V.
Miriam Hegner
Oranienburger Straße 15
10178 Berlin
Tel.: +49 30 – 54 610 630
m.hegner@bves.de

BDEW Bundesverband der
Energie- und
Wasserwirtschaft e.V.
Jan Ulland
Pressesprecher
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin
Tel.: +49 30 300 199-1160
E-Mail: presse@bdew.de

Bundesverband Erneuerbare
Energie e.V. (BEE)
Irene Beringer
Pressesprecherin
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
Tel.: +49 30 275 81 70-16
presse@bee-ev.de

Bundesverband Neue
Energiewirtschaft e.V. (bne)
Karsten Wiedemann
Pressesprecher
Hackescher Markt 4
10178 Berlin
Tel.: +49 30 400 548-18
presse@bne-online.de

Verband Deutscher Maschinen und
Anlagenbau e.V. (VDMA)
Catherine Diethelm
Pressesprecherin Power Systems
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt-Niederrad
Tel.: +49 69 6603 1886
catherine.diethelm@vdma.org

Verband kommunaler
Unternehmen e. V. (VKU)
Stefan Luig
Pressesprecher
Invalidenstr. 91
10115 Berlin
Tel.: +49 30 58580-226
luig@vku.