EEG: Falsche Weichenstellungen für die Energiewende

Bundestag versäumt bei EEG-Novelle dringend erforderliche Klarstellung für Speicher – BVES: Misstrauen gegenüber modernen Betriebsmodellen falsches Signal – Ausweitung der zuschaltbaren Lasten geht in richtige Richtung.

Berlin, 08. Juli 2016 – Der Bundestag hat in seiner Beschlussfassung über das EEG die dringend gebotene Klarstellung für gemischte Betriebsmodelle (§ 61 a EEG) verpasst. Damit unterliegen gemischt genutzte Speicher pauschal der vollen EEG-Umlage, obwohl eigentlich nur ein Teil der Nutzung EEG-umlagepflichtig wäre. Als Resultat werden gerade die flexiblen und systemdienlichen Betriebsmodelle von Speichern finanziell besonders belastet. Damit sind gemischte Betriebsmodelle für Energiespeicher unwirtschaftlich und können ihren Systemnutzen nicht weiter einbringen.

„In unseren zahlreichen Gesprächen haben wir immer wieder betont, wie wichtig eine Klarstellung im § 61a ist, damit gemischte Betriebsmodelle weiterhin gesichert am Markt teilnehmen können, ohne benachteiligt zu werden“ so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES. „Auch die Bundesländer haben über den Bundesrat in Ihrem Beschluss vom 17.06. für eine derartige Klarstellung plädiert, denn eine Abgrenzung der Strommengen (umlagebefreit/umlagepflichtig) ist beim heutigen Stand der Technik über geeignete Zählsysteme problemlos und trennscharf möglich. Mit dem aktuellen Ergebnis lassen sich nun zahlreiche Projekte nicht mehr wirtschaftlich realisieren, was der Systemstabilisierung und damit dem Erfolg der Energiewende entgegenwirkt“, so Windelen weiter.

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