Generelle Befreiung netzdienlicher Stromspeicher von Zahlung der Netzentgelte wichtiger Schritt für Marktentwicklung

BVES e.V. begrüßt Initiative der Wirtschaftsministerkonferenz, Stromspeicher generell von Netzentgelten zu befreien, und setzt sich weiterhin für fairen Marktzugang ein

Berlin, 30. Juni 2015 – Nachdem bereits im Mai eine Bundesratsinitiative dafür eintrat, elektrische Energiespeicher für 40 Jahre von den Netzentgelten zu befreien, haben die Wirtschaftsminister der Bundesländer sich in der Konferenz am 17. und 18. Juni nun für eine generelle Befreiung netzdienlicher Stromspeicher von der Zahlung der Netzentgelte ausgesprochen.

„Stromspeicher sollten von der Entrichtung des Netzentgeltes befreit werden. Denn Stromspeicher sind weder energiewirtschaftlich noch physikalisch als Letztverbraucher zu betrachten. Sie verbrauchen den Strom nicht endgültig, sondern entnehmen Strom aus
dem Netz, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Netz einzuspeisen. Insofern übernehmen Stromspeicher auch eine netzstabilisierende Funktion.“ so die Begründung der Minister. Auf der nächsten Wirtschaftsministerkonferenz ist das BMWi gebeten, zu der Initiative der Bundesländer Stellung zu nehmen.

Durch diese Netzentgeltbefreiung können u.a. auch bestehende Pumpspeicherkraftwerke (PSW) zukünftig wirtschaftlich betrieben werden, um ihre netzdienlichen Leistungen für die Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Systemstabilität zu erbringen.

„Wir werten es sehr positiv, dass ein wirtschaftlicher Betrieb von Energiespeichern immer mehr in den Fokus der Politik rückt“ so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES. „Wir haben dazu in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche geführt und freuen uns, dass die bisher ungünstigen Rahmenbedingungen der Speicher auf dem Prüfstand stehen. Dass diese Bewegung sich fortsetzt, wird weiterhin hohe Priorität unserer Arbeit haben.“

BVES: KfW-Speicherprogramm fortführen – Verlängerung als wichtiges Signal für die Branche

BVES wertet Erfolg des KfW-Programms als positives Zeichen der politischen Unterstützung für Speicher – Ausdehnung auf größer skalierte Speicher-Projekte wünschenswert

Berlin, 9. Juni 2015 – Neben technologischer Marktreife ist Investitionssicherheit entscheidender Faktor für die Marktdurchdringung mit Energiespeichern. Der BVES plädiert daher für eine rasche Verlängerung des KfW-Programms, um auch über 2015 hinaus sichere Rahmenbedingungen für Hersteller und Anwender zu erreichen.

Das KfW-Programm für Hausspeicher hat seit dem Start im Mai 2013 mit über 10.000 Kreditzusagen gezeigt, dass mit überschaubaren Mitteln auf Basis von zinsgünstigen Krediten und einem staatlichen Tilgungszuschuss die Marktdurchdringung mit Hausspeichern beschleunigt werden konnte. Um dies zu verstetigen, sowohl Herstellern als auch Verbrauchern Investitionssicherheit zu gewährleisten und damit die Marktdurchdringung mit Speichern weiter zu beschleunigen, hält der BVES die Fortsetzung des Programms für absolut sinnvoll.

„Jetzt ist es an der Zeit, ein Zeichen in den Markt zu geben und das Programm der KFW zu verlängern. Was wir brauchen, ist Investitions- und damit Planungssicherheit für die Branche“, so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES.

Nicht nur die Optimierung des Eigenverbrauchs über Hausspeicher ist im Trend – viele Großprojekte warten auf Umsetzung und sind bereit, am Regelenergiemarkt teilzunehmen und ihre systemdienlichen Leistungen einzubringen. Um auch hier den Markt zu beschleunigen, hält der BVES ein ähnliches Programm der KfW wie für Hausspeicher zusätzlich auch für größere Speicher für wünschenswert. „Es geht nicht um Subventionen“ betont Windelen. „Wichtig ist uns die Unterstützung des deutschen Mittelstands durch die Erleichterung von Fremdkapitalfinanzierung, wie es beispielsweise die vergünstigten Kredite der KfW ermöglichen.“

Intersolar Europe in München – BVES auf Stand B1.320 der ads-tec GmbH vertreten

Auch in diesem Jahr ist der BVES auf der Intersolar Europe in München vertreten. Gemeinsam mit StoREgio Energiespeichersysteme e.V. ist der BVES vom 10.–12.06.2015 auf dem Stand B1.320 der ads-tec GmbH vertreten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und interessante Gespräche!

Verlängerung der Befreiung von Netznutzungsentgelten für neue Energiespeicher wichtiges Signal für die Branche

BVES e.V. begrüßt den Beschluss des Bundesrates, die Entgeltbefreiung für den Netzzugang auf 40 Jahre zu erhöhen, mahnt aber gleichzeitig die mangelnde Reichweite im Bereich der bestehenden Pumpspeicherwerke (PSW) an.

Berlin, 22. Mai 2015 – Der BVES begrüßt die Bundesratsinitiative, elektrische Energiespeicher für 40 Jahre von den Netzentgelten zu befreien, als richtiges Signal. Auch was PSW betrifft, haben die Länder offensichtlich verstanden, dass die wirtschaftliche Lage signifikant verbessert werden muss, um die netzdienlichen Leistungen für die Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Systemstabilität in Zukunft nicht zu verlieren.

Gleichzeitig ist jedoch zu kritisieren, dass der Vorstoß des Bundesrates nicht weitreichend genug ist. Pumpspeicher können, wie im Beschluss als Voraussetzung für die Entlastung von Netznutzungsentgelten gefordert, ihr Speichervolumen nicht ohne weiteres vergrößern oder ihre Pump- oder Generatorleistung erhöhen. Dagegen sprechen in den meisten Fällen genehmigungsrechtliche, technische oder geologische Gründe.

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Regelung zielt lediglich auf die Entlastung im Falle von Modernisierungen und Neubau von PSW. Dies hilft damit zwar Neuanlagen und Projekten in Planung, die systemisch wichtigen Bestandsanlagen bleiben jedoch unberücksichtigt.

Aktuell leisten in Deutschland Pumpspeicherwerke mit rund 7.000 MW installierter Leistung täglich einen wichtigen Beitrag zu Systemstabilität und Versorgungssicherheit. Um diese Leistung auch in Zukunft nutzen zu können, wäre allein eine vollständige Befreiung von allen Letztverbraucherabgaben, auch für Bestandsanlagen, richtig und sachgerecht – auch im Hinblick darauf, dass die Anlagen den Strom erst nach der Speicherung an die tatsächlichen Letztverbraucher weitergeben, die nochmals die Abgaben entrichten, so dass eine Doppelbelastung entsteht.

Nach dem Beschluss der Bundesrates werden zukünftig Neuanlagen zur Speicherung elektrischer Energie, die rückwirkend ab 4.08.2011 innerhalb von 15 Jahren in Betrieb genommen werden, zukünftig für 40 Jahre (statt bisher 20 Jahre) von Entgelten für den Netzzugang freigestellt. PSW, deren (Pump- oder Turbinen-)Leistung um mind. 7,5% oder deren speicherbare Energiemenge um mind. 5% nach dem 4.08.2011 erhöht wurden, werden nun für 20 Jahre (statt 10 Jahre) von der Entrichtung von Netznutzungsentgelten befreit.

Pumpspeicherwerke – Hidden Champions des Stromsystems

Großer Zuspruch beim Parlamentarischen Frühstück des BVES am 26. März in Berlin

Zum Parlamentarischen Frühstück des BVES – Thema war diesmal die Systemstabilität durch Pumpspeicherkraftwerke (PSW) – am 26. März 2015 in Berlin kamen zahlreiche Vertreter aus Ministerien und Bundestag, um sich über Speicher zu informieren und mit dem Verband zu diskutieren.

Was PSW leisten und warum diese bewährte Technologie weiterhin ein Zukunftsthema ist, stellte der BVES am Beispiel bestehender PSW von Vattenfall sowie eines geplanten PSW in einem regionalen Energiekonzept der Stadtwerke Trier vor. Nach angeregter Diskussion steht für den BVES fest: PSW müssen weiterhin am Markt agieren und brauchen dafür wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine marktgerechte Vergütung, um ihren Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien leisten zu können.

Sonne weg = Licht aus?

Im Energiewendeland Deutschland fehlen dringend benötigte Speicherkapazitäten, um trotz Naturphänomenen wie Herbststürmen, Hochnebel oder – aus aktuellem Anlass – Sonnenfinsternissen eine sichere und gleichzeitig saubere Stromversorgung zu gewährleisten.

Berlin, 17. März 2015 – Die für Freitag, (20.03./9:38h MEZ) erwartete Sonnenfinsternis stellt Deutschlands Stromnetzbetreiber vor immense Herausforderungen. Mit Spannung und auch mit Sorgen erwarten sie das Naturphänomen. Doch eine der drängendsten Herausforderungen der Energiewende ist nicht die Frage kontinuierlichen Winds oder ununterbrochener Sonneneinstrahlung. Wichtig ist der parallele Ausbau der Netze und flexibler Energiespeicher. Nur so sind die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien in immer größerem Umfang optimal zu nutzen. Auch wenn es draußen mal dunkel wird.

„Speicher unterstützen das Netz in beide Richtungen – durch die Aufnahme von Stromüberschüssen einerseits sowie der punktgenauen Wiedereinspeisung andererseits. Stünden alle in Deutschland installierten Pumpspeicherkraftwerke für diese eine Aufgabe zur Verfügung, würden sie am Freitag als benötigte Reserve für das deutsche Stromnetz ausreichen. Für kurzfristige Lastschwankungen könnten bereits heute zur Verfügung stehende Batteriespeicher mit extrem kurzen Reaktionszeiten eine Überlastung der Netze verhindern.“, so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES.

Entsprechende Schwankungen seien zu erwarten, wenn am Freitag ein Großteil der in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen gleichzeitig wieder ihren Betrieb aufnehmen. Für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sind der Einsatz von Energiespeichern als Flexibilitätsoption und die dafür notwendigen Marktbedingungen unverzichtbar, so die Position des Bundesverbandes
Energiespeicher (BVES). Bereits im Grünbuch der Bundesregierung zum Strommarktdesign wird Energiespeichern eine grundlegend wichtige Rolle beigemessen. Der BVES begrüßt dies, mahnt jedoch bestehende Marktbarrieren an und unterstreicht, dass der Auf- und Ausbau von Energiespeichern auch stabiler politischer Rahmenbedingungen bedarf. Dies ist aktuell noch nicht Fall, für weitere Investitionen als Sicherheit aber unverzichtbar. „Die wachsende Notwendigkeit von Speichern ist unbestritten.

Die Anpassung auch der rechtlichen Grundlage für Speicher ist nun dringend geboten. Speicher müssen einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt und zu den Netzen erhalten.“ so BVES-Geschäftsführer Windelen. Auf dem Branchentreff „Energy Storage Europe“ in Düsseldorf konnte die Industrie in der vergangenen Woche zeigen, dass die erforderlichen Speichersysteme längst marktreif sind. In vielen Regionen sind unterschiedliche Speicherlösungen bereits heute eine unerlässliche Stütze einer sicheren und sauberen Energieversorgung. Auch deshalb mahnt der BVES

SCHNELLE SPEICHER STATT LANGER LEITUNG.

politische Unterstützung beim weiteren Ausbau der dringend benötigten Speicherkapazitäten an. Diese müssen mit dem wachsenden Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland Schritt halten, damit die Energiewende als saubere und nachhaltige Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann.

Speicher im Aufwind: BVES wächst analog zur weltweit größten Konferenzmesse für Speichertechnologien

Die Konferenz und Messe „Energy Storage Europe“ startet mit großem Zuspruch – BVES Bundesverband Energiespeicher e.V., Partner der Energy Storage Europe betont Marktreife von Speichern und fordert umgehende Beseitigung der Markteintrittshemmnisse

Düsseldorf, 9. März 2015 – Die Energy Storage Europe, weltweit größte Konferenzmesse für Speichertechnologien, startet heute in Düsseldorf mit über 80 Rednern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, rund 100 Ausstellern und zahlreichen hochkarätigen Partnerveranstaltungen. Der BVES als Partner der Energy Storage wird in diesem Rahmen seine ordentliche Mitgliederversammlung und verschiedene Fachveranstaltungen durchführen.

„Wir freuen uns sehr, dass sowohl die Veranstaltung als auch der Verband sich erfolgreich etabliert haben. Der wachsende Zuspruch und das Wachstum des Verbandes bestätigt die Bedeutung von Speichern als eine der dringend notwendigen Flexibilitätsoptionen für das Gelingen der Energiewende“, so Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES und Chairman der Energy Storage Europe.
Der BVES stellt bei seiner Mitgliederversammlung am 10. März unter anderem die Positionierung des Verbands zum zukünftigen Strommarktdesign vor, Bezug nehmend auf das Grünbuch des BMWi. „Es wird höchste Zeit, dass die vielen Vorteile von Speichern den Stellenwert erhalten, der ihnen energiewirtschaftlich zusteht. Um das Ziel der Energiewende – eine CO2-arme Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien – zu erreichen, leisten Energiespeicher schon heute einen unverzichtbaren Beitrag. Deutschland als Industriestandort darf in diesem international rasant wachsenden Zukunftsmarkt keinesfalls den Anschluss verlieren.“ so eine der Kernaussagen des Papiers.

Prof. Weber: „Speicher sind marktreif. Mit ihren Systemdienstleistungen und der damit einhergehenden Gewährleistung der Versorgungssicherheit leisten sie schon heute einen entscheidenden Beitrag zu einer flexiblen, kostengünstigen und klimafreundlichen Energieversorgung“.

Die große Bandbreite an Leistungen, die Speicher erbringen können – bspw. zeitliche und räumliche Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch, Lieferung von Momentanreserve, Primärregelleistung, Sekundärregelleistung und Minutenreserve sowie weitere systemdienliche Leistungen wie Spannungshaltung, Blindleistung, Redispatch, Kurzschlussleistung, Frequenzhaltung und Schwarzstartfähigkeit – werden aufgrund der zunehmenden Anzahl fluktuierend einspeisender EE-Anlagen künftig in immer größerem Maße benötigt.

Um den Einsatz dieser systemnützlichen Leistungen von Speichern zu unterstützen und Investitionen in den Bereich zu erreichen, brauchen Energiespeicher jedoch marktorientierte, technologieneutrale und diskriminierungsfreie Rahmenbedingungen. Energiespeichern muss eine ihrem Systemnutzen entsprechende Teilnahme ermöglicht werden, was durch Marktzugangsbarrieren nicht gegeben ist. So werden Speicher etwa nach wie vor durch doppelte Abgabenbelastung benachteiligt.

„Der Sinn und die steigende Notwendigkeit von Speichern ist nicht mehr zu bestreiten. Die Anpassung auch der rechtlichen Grundlage für Speicher ist nun dringend geboten. Speicher müssen einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt und zu den Netzen erhalten.“ so Prof. Weber weiter. Die Energy Storage findet vom 9.-11. März auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt. Erwartet werden über 1.500 Teilnehmer aus 40 Ländern. Thematisch liegt der Fokus auf Anwendungen, Märkten und Geschäftsmodellen sowie Speicherlösungen für die europäische Energiewirtschaft und Industrie.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesverband Energiespeicher (BVES) unter www.bves.de.

BVES begrüßt den unerwartet hohen Zuwachs bei der Windenergie – Notwendigkeit für Speicher steigt

Rekordzubau in der Windenergie übersteigt bei weitem Erwartungen der Bundesregierung, Roadmap der Energiewende von der raschen Technologie-Entwicklung überholt. Bundesverband Energiespeicher (BVES) unterstreicht Bedeutung von Speichern für die Versorgungssicherheit bereits heute und fordert rasche Anpassung der Markteintrittsbedingungen

Berlin, 2. Februar 2015 – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland neue Anlagen zur Windstromerzeugung an Land mit einer Leistung von 4.750 Megawatt (MW) neu errichtet. Damit wird der im Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Zielkorridor deutlich überschritten. Um die stark ansteigende Menge an regenerativ erzeugtem Strom in das Energiesystem zu integrieren und damit die Energiewende erfolgreich umzusetzen, sind der Einsatz von Energiespeichern als eine Flexibilitätsoption und die dafür notwendigen Marktbedingungen unverzichtbar, so die Position des Bundesverbands Energiespeicher (BVES).

Damit der geplante Ausbau der Erneuerbaren – nach den Plänen der Bundesregierung soll der Anteil an der Stromversorgung 2025 40 bis 45 Prozent und 2050 mindestens 80 Prozent betragen – bezahlbar und sicher umgesetzt werden kann, müssen die Instrumente zu ihrer Integration umgehend angepasst werden. Der schleppend vorankommende Netzausbau, der in konservativen Szenarien nach wie vor als kostengünstigste Lösung dargestellt wird, reicht längst nicht mehr aus, wie die Ereignisse der letzten Wochen und Monate gezeigt haben. Immense Kosten für die Einsenkung von erneuerbar erzeugtem Strom und Netzengpassmanagement waren die Folge eines veralteten Marktdesigns, welches der aktuellen Entwicklung nicht mehr Rechnung trägt.

Um die volatilen erneuerbaren Energiemengen effizient und sicher in das Energiesystem zu integrieren, sieht der (BVES) die intelligente Weiterentwicklung des Energiemarktdesigns mit dem Ziel, Anreize für eine Flexibilisierung der Stromerzeugung und des Verbrauchs zu setzen, als zwingende Voraussetzung.

Mit ihrem vielfältigen Angebot systemdienlicher Leistungen (z.B. Spannungshaltung, Blindleistung, Versorgungswiederaufbau, Netzengpass-Management, Momentanreserve, Primär- und Sekundärregelleistung, Minutenreserve) tragen Speicher entscheidend dazu bei, auf lokaler und regionaler Ebene den Netzausbaubedarf und die daraus resultierenden Kosten zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Es fehlt jedoch bisher ein geeignetes Modell, welches Energiespeichern eine ihrem Systemnutzen entsprechende Refinanzierung ermöglicht. Dies muss sich nach Einschätzung des BVES im neuen Energiemarktdesign dringend ändern.

„Speicher leisten mit ihren Systemdienstleistungen und der damit einhergehenden Gewährleistung der Versorgungssicherheit schon heute einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende“ so Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES. „Dieser Beitrag muss künftig in Form einer wettbewerblich ermittelten Erlöskomponente einen Wert bekommen. Darüber hinaus müssen Speicher einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt erhalten.“

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesverband Energiespeicher (BVES) unter www.bves.de
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BVES veröffentlicht SICHERHEITSLEITFADEN LITHIUM-IONEN HAUSSPEICHER in Kooperation mit anderen Verbänden (BSW-Solar, ZVEH, DGS und StoREgio)

Gemeinsame Verbände-Expertengruppe definiert die Sicherheitsanforderungen für eigensichere Batteriespeichersysteme auf Lithium-Ionen-Basis

Berlin, 14. November 2014: Batteriespeicher sind schon heute nicht mehr aus dem Solarstrom –Markt wegzudenken. Sie verbessern den Eigenverbrauch, entlasten das Stromnetz und machen die Betreiber von Solarstromanlagen unabhängiger von steigenden Energiepreisen. Um vor allem die Sicherheit im Betrieb beim Einsatz von Speichersystemen in Wohngebäuden zu verbessern und in Zukunft auf ein einheitliches und nachvollziehbares Niveau zu bringen, hat ein Zusammenschluss von Verbänden heute den „Sicherheitsleitfaden Li-Ionen Hausspeicher“ veröffentlicht. Er stellt keine Norm dar, sondern ergänzt den aktuellen „Stand der Technik“.

Da Normen als „allgemein anerkannte Regeln der Technik“ einen längeren Prozess einhalten müssen, stellt der Leitfaden während des Normungsprozesses und bis zur Veröffentlichung der Normen bei der Herstellung und dem Betrieb von Batteriespeichersystemen auf Lithium-Ionen-Basis eine Empfehlung für die Branche dar. Die Expertengruppe der Verbände lädt alle noch nicht an dem Prozess beteiligten Marktteilnehmer ein, auch Ihre Erfahrungen und Wissen zum Thema Batteriesicherheit einzubringen.

Der „Sicherheitsleitfaden Li-Ionen Hausspeicher“ deckt folgende Themen ab:

  • Selbst bei einem Fehler (z.B. in der Schutztechnik) darf kein unsicherer Zustand auftreten – somit definiert er ein „Eigensicheres Batteriespeichersystem“
  • Es werden die insgesamt 41 Schutzziele definiert hierzu anwendbaren Normen benannt und auch mögliche präventive oder korrektive Maßnahmen aufgezählt.
  • Sicherheitsanforderungen an die Produkte, welche nicht durch Normen, Richtlinien, Verordnungen, Fachregeln abgedeckt sind, werden entsprechend des Stands der Technik beschrieben.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der Bundesverband Energiespeicher (BVES), der Verein StoREgio Energiespeichersysteme e.V., der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) sowie die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) haben den Leitfaden gemeinsam erarbeitet und veröffentlicht. Beteiligt an der Erstellung waren der TÜV Rheinland, der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., CETECOM ICT Services GmbH, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.

Die beteiligten Prüflabore (TÜV Rheinland, VDE und CETECOM) haben sich darüber hinaus auf einheitliche Testkritierien zur Überprüfung des Leitfadens verständigt.

Den Leitfaden finden Sie hier und auf den Webseiten der beteiligten Verbände.

Aufgrund der Aktualisierung des Stands der Technik mittels des Leitfadens wird auch der Speicherpass für Batteriespeicher in Kombination mit Solarstromanlagen aktualisiert. In den für Verbraucher kostenlosen Pass ist ein umfassendes Sicherheitskonzept eingeschlossen. Sie finden ihn unter: www.speicherpass.de

Die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Batteriespeichern zeigt die von der Bundesregierung im Rahmen des Speicherprogramms geförderte Webseite: http://die-sonne-speichern.de. Hier finden Sie auch einen Kurzfilm zum Thema.

Neue Speicher statt alter Kohlekraftwerke: Mit Speichertechnologien zur erfolgreichen Energiewende

Berlin, 8. Oktober 2014. Mit 27,7 Prozent liegt der Anteil der erneuerbaren Energien in den vergangenen neun Monaten auf Rekordhoch. Damit rückt das Ziel der Bundesregierung, bis 2025 den Anteil auf 40 bis 45 Prozent zu steigern, näher. Doch mit der Zunahme von volatilen Energien steigen nicht nur die Herausforderungen für die Stromnetze, es gilt in Zukunft auch an sonnen- und windarmen Tagen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

„Speicher sind die idealen Partner der erneuerbaren Energien“, erklärt Urban Windelen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES), am Rande der heute stattfindenden Speicherkonferenz des Bundeswirtschaftsministeriums. „Aktuell sichern vor allem alte Kohlekraftwerke unsere Energieversorgung, wenn die Sonne mal nicht scheint und der Wind nicht weht – mit den entsprechenden Folgen für Klima und Umwelt. Speicher sind hier nicht nur die deutlich klimafreundlichere Alternative, sie sorgen auch durch ihre dezentrale Einsatzfähigkeit für Netzstabilität, indem sie schnell und flexibel am Verbrauchsort Energieüberschüsse speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen.“

Speicher statt Netzausbau
Eine der großen Herausforderungen der Energiewende ist es, die zeitliche und räumliche Diskrepanz zwischen Energieproduktion und Verbrauch in Einklang zu bringen. Der Netzausbau soll hier Abhilfe schaffen. Doch Großprojekte wie Höchstspannungsleitungen quer durch Deutschland stoßen bei der Bevölkerung häufig auf Ablehnung. „Ohne die Akzeptanz der Bevölkerung ist die Energiewende nicht umsetzbar“, so Urban Windelen. „Statt einseitig auf Netzausbau zu setzen, sollte in Forschung und Entwicklung der Speichertechnologien investiert und ein fairer Zugang zum Markt ermöglicht werden. Denn Speicher als dezentrale Systemlösung genießen eine deutlich höhere Akzeptanz vor Ort. Zudem machen sie uns unabhängiger von Stromimporten aus dem Ausland.“
Prof. Dr. Eicke R. Weber, Präsident des BVES, ergänzt: „Heute geht es darum, die volatile Einspeisung von erneuerbaren Energien abzufedern und den erneuerbaren Strom zu gesicherter Leistung aufzuwerten. Zukünftig ist es entscheidend für die Versorgungssicherheit, dass genügend Strom zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung steht. Dies können Speicher besonders gut gewährleisten, denn im Gegensatz zum Netz decken sie nicht nur die räumliche, sondern auch die zeitliche Komponente ab.“

Speicher sind günstiger
Kritiker führen häufig den Kostenfaktor als Grund an, warum der Ausbau der Speicher nicht schneller voran getrieben werden solle. Dieses Argument wird auch beispielsweise in der jüngsten Speicherstudie der Agora Energiewende angeführt. Doch die Bewertung der Kosten müssten für das gesamte System gesehen werden, meint Urban Windelen. „Milliarden für Netzausbau und konventionelle Kraftwerke sowie deren negativen Folgen für die Umwelt – diese Kosten werden häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Doch aus volkswirtschaftlicher Perspektive geht es um die Gesamtkosten der Energiewende. Da dürfen wir nicht nur den Strommarkt allein betrachten, auch der Wärme- und der Mobilitätsmarkt spielen eine Rolle.“ Bei der Power-to-Gas Speichertechnologie kann beispielsweise überschüssiger Strom mithilfe der PEM-Elektrolyse in Wasserstoff verwandelt werden, der dann in der Industrie oder im Wärmemarkt zum Einsatz kommt.