BVES: Beschränkung der ÜNB für Speicher im Regelenergiemarkt ist rechtswidrig

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Antrag der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zurückgewiesen, die Mindestaktivierungszeit bei der Präqualifikation von Energiespeichern für den Primärregeleistungsmarkt auf 30 Minuten zu setzen. Damit ist rechtssicher geklärt, dass die ansonsten geltende Mindestaktivierungszeit von 15 Minuten aus der EU-Guideline for System Operation auch in Deutschland und auch für Energiespeicher gilt.

Die BNetzA schließt sich damit der Rechtsauffassung des BVES an, der sich seit Jahren für einen stabilen, rechtssicheren und vor allem diskriminierungsfreien Zugang zum Regelenergiemarkt für die Energiespeicherbranche eingesetzt hat und zu keinem Zeitpunkt eine rechtliche Grundlage für eine spezifische 30-Minuten-Sonderregelung für Batteriespeicher sah. Energiespeichersysteme können in Millisekunden auf den ÜNB-Bedarf reagieren und entsprechend effizient das Netz stabilisieren. Die Bestätigung eines gesonderten 30 Minuten-Kriteriums nur für Energiespeicher hätte eine massive Benachteiligung bedeutet, den Grundsatz eines einheitlichen Marktes verletzt und damit den sinnvollen Zugang von Speichertechnologien zum Regelenergiemarkt schwer belastet (vergleiche hierzu auch die BVES-Stellungnahme im EU-Guideline for System Operation-Prozess).

„Wie dem Beschluss in aller Deutlichkeit zu entnehmen ist, wurden die ÜNB den Anforderungen der BNetzA, die technische Notwendigkeit einer Vorhaltezeit von 30 Minuten darzulegen und nachzuweisen, nicht gerecht.“, erläutert Dr. Florian Valentin, Sprecher der AG Recht und Regulierung des BVES und Partner der Kanzlei von Bredow Valentin Herz, die verschiedene betroffene Speicherunternehmen in dem Verfahren vor der BNetzA gegen den ÜNB-Antrag vertreten hat. Die Beschlusskammer zeige insoweit detailliert auf, warum die die Argumente der ÜNB nicht zu überzeugen wussten. Insbesondere habe der BNetzA der pauschale Verweis auf eine mögliche Verkettung von Störfällen oder etwaige Großereignisse nicht genügt. Vielmehr hätten die ÜNB detailliert darlegen müssen, dass eine größere Dimensionierung von Energiespeichern in der jeweiligen Situation einen Unterschied gemacht hatte. Dies gelang ihnen jedoch nicht.

„Wir sind froh über das Ergebnis der BNetzA. Es zeigt, dass die Einschätzung der BVES-Experten immer richtig war und Speichern ein diskriminierungsfreier Zugang zum Regelenergiemarkt offensteht.“, so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES. „Gleichzeitig belegt das Ergebnis aber auch, dass die Vorgehensweise der ÜNB rechtswidrig ist, bei der Zulassung von Speichern zum Regelenergiemarkt die Einhaltung einer 30 Minuten-Vorhaltezeit zu verlangen. Die ÜNB haben mit diesem Vorgehen über Jahre hinweg ihre Pflicht verletzt, einen diskriminierungsfreien und fairen Marktzugang zu gewährleisten – und sind hierfür auch entsprechend zu kritisieren.“, so Windelen weiter.

Der Beschluss der BNetzA bestätigt den BVES darin, dass spätestens seit dem Inkrafttreten der EU-Guideline for System Operation die 15 Minuten-Regel gilt. Alle Speicheranlagen, die in den letzten Jahren nur bei Einhaltung der 30 Minuten-Anforderung zugelassen wurden, können nun verlangen, neu präqualifiziert zu werden. In diesem Zusammenhang dürften auch Schadensersatzansprüche sowie die Geltendmachung entgangenen Gewinns gegen die ÜNB zu prüfen sein. Mit der 30 Minuten-Regel durch die ÜNB konnten die Speicher nur mit einer reduzierten Leistung am Regelenergiemarkt teilnehmen und nicht ihre volle Leistung vermarkten. Damit ist über die letzten Jahre ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden.

Urban Windelen: „Gerade Energiespeicher und hier insbesondere Batteriespeicher erfüllen die hohen technischen Anforderungen an die Primärregelenergie in exzellenter Qualität und sind damit ideal für den Einsatz in der Regelenergie. Das Ergebnis der BNetzA kommt leider sehr spät. Doch damit ist hoffentlich der jahrelange Streit nun beendet und Speicher werden nun endlich mit ihren tatsächlichen Möglichkeiten und rechtskonform im Regelenergiemarkt angeschlossen.“

Effizienzleitfaden 2.0: Weiterentwicklung zur Steigerung von Transparenz und Qualität im Hausspeichermarkt

Der Bundesverband Energiespeicher und der Bundesverband Solarwirtschaft haben heute in Berlin die neue, überarbeitete Fassung des Effizienzleitfadens für Hausspeicher vorgestellt, durch den sich Photovoltaik-Speichersysteme mit ihren spezifischen technischen Möglichkeiten leichter beurteilen lassen. Die Vergleichbarkeit der vielfältigen Systeme schafft Transparenz im Markt, unterstützt Unternehmen beim Marketing und verbessert das Produktverständnis bei den Kunden. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 125.000 Heimspeicher, die in der Regel mit einer Photovoltaikanlage kombiniert werden.

Das Verfasserkonsortium aus Forschungs- und Prüfinstituten sowie Herstellern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz legten erstmals vier wichtige, charakteristische Kennwerte fest – Pfadwirkungsgrade, Summe des Standby-Verbrauchs, energetischer Batteriewirkungsgrad und Einschwingzeiten. Der Effizienzleitfaden 2.0 ermöglicht Batterieherstellern und Prüfinstituten das Ermitteln der Effizienzwerte einzelner Systeme mit einer hohen Qualität. Speziell für Batteriehersteller hat das Verfasserkonsortium ein Excel-Tool entwickelt, mit dem die gemittelten Wirkungsgrade berechnet werden können. Aufgrund starker internationaler Nachfrage ist zusätzlich eine englische Version des Effizienzleitfadens in Bearbeitung, die in Kürze erscheinen soll.

Der Effizienzleitfaden von BVES Bundesverband Energiespeicher e.V. und BSW-Bundesverband Solarwirtschaft e.V. ermöglicht bereits seit 2017 eine Vergleichbarkeit wesentlicher Effizienzparameter von Hausspeichersystemen. Mit dem Effizienzleitfaden hatte sich die Branche erstmals gemeinsam auf einheitliche, vergleichbare und charakteristische Kennwerte verständigt, mit denen Kunden und Planer die Hausspeicher-Systeme besser miteinander vergleichen können.

Einheitliche Prüfvorschriften zur Effizienz von Lithium-Ionen-Speichern sind elementar für die weitere positive Marktentwicklung im Heimspeicherbereich. BVES und BSW fordern stabile rechtliche Rahmenbedingungen, die die Weiterentwicklung der innovativen Speicherbranche ermöglichen.

Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES: „Die stark wachsende Speicherbranche braucht ein stabiles Fundament aus technischen und rechtlichen Regularien. Hier unterstützt der Effizienzleitfaden die Professionalisierung und adressiert Transparenz und verlässliche Qualitätskriterien in den Markt.“

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer BSW: „Qualität, Transparenz und Vertrauen sind wichtige Voraussetzungen für den weiteren Markthochlauf von Speichern. Der Leitfaden hilft, die Potenziale unterschiedlicher Speichersysteme sicht- und vergleichbarer zu machen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die junge Speicherbranche, ihre Produkte zu etablierten Elementen einer modernen und zukunftsfähigen Energiewelt zu machen.“

 

Positives Signal: Rücknahme der Netzentgeltpflicht für Sektorenkopplung

Die gravierende Benachteiligung der Sektorenkopplung durch die zusätzliche Belastung mit Netzentgelten scheint vom Tisch. Keine 24 Stunden nach der ersten Mitteilung durch den BVES, dass die NABEG-Novelle eine Netzentgeltpflicht für PtX-Anlagen enthält, soll diese Belastung der Sektorenkopplung wieder zurückgenommen werden.

Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES: „Der Aufschrei in Industrie und Stadtwerken aber auch bei Abgeordneten und Bundesländern war laut. Es ist sehr zu begrüßen, dass im Bundesministerium dieser Ruf angekommen ist und die Rechtsänderung wieder umgestoßen werden soll.“

Einerseits spricht sich die Regierung breit für sektorenübergreifende Speichertechnologien aus, andererseits führen dann überraschende Rechtsänderungen zu einer vollen Netzentgeltpflicht für diese Anwendungen und verhindern damit einen wirtschaftlichen Betrieb. Das passt nicht zusammen. Flexible Sektorenkopplung ist ein zentrales Element, um die Energiewendeziele noch erreichen zu können.

Der BVES fordert die Bundesregierung dazu auf, nun endlich stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, die weiteres Wachstum der innovativen Branche ermöglichen.

„Jede Gelegenheit, unklare und überkomplexe Regelungen zu Speichern neu zu fassen und eine rechtssichere Umgebung für die Sektorenkopplung zu schaffen, sollte genutzt werden.“, so Florian Valentin, Sprecher der AG Recht und Regulierung des BVES und Partner der Kanzlei von Bredow Valentin Herz.

Urban Windelen: „Die Rücknahme der zusammengeschusterten Änderungen im Rahmen des NABEG kann jetzt nur der erste Schritt sein. Wir brauchen grundlegend Rechts- und Investitionssicherheit und eine gemeinsame – juristisch und fachlich passende – Lösung. Jetzt gilt es zunächst, Vertrauen wiederaufzubauen und weiteren Schaden zu verhindern.“

Der BVES steht als fachlicher Ansprechpartner bereit, um eine verantwortungsvolle und systemdienliche Sektorenkopplung bestmöglich zu gestalten.

Sektorenkopplung vor dem Aus?

  • NABEG-Novelle belegt sektorenübergreifende Speichertechnologien mit Netzentgelten
  • Hohe zusätzliche Belastung für Power-to-X-Projekte beschlossen

Für die Energiewende sind flexible, sektorenübergreifende Lösungen essentiell. Daher steigen im Bereich der Power-to-X-Lösungen die Zahl der angekündigten Projekte und folgend das wirtschaftliche Wachstum stark an. Diese sowohl für die Energiewende als auch für die Energiespeicherindustrie positiven Entwicklungen werden nun durch das neue Netzausbaubeschleunigungsgesetz folgenreich beschnitten. Anstatt den Letztverbraucherstatus für Speicher endlich aufzugeben, wird dieser mit der NABEG-Novelle sogar ausgeweitet, indem alle sektorenübergreifende Speichertechnologien pauschal mit Netzentgelten belastet werden. Bisher waren Anlagen zur Wasserelektrolyse mit anschließender Methanisierung von der Netzentgeltpflicht ausgenommen (vgl. §118 VI Abs. 6, Satz 7 EnWG), doch durch die in der NABEG-Novelle enthaltenen Änderungen des §118 Absatz 6 wird nun eine volle Netzentgeltpflicht für Power-to-X-Technologien eingeführt.

BVES-Bundesgeschäftsführer Urban Windelen: „Die Sektorenkopplung ist der anerkannte und notwendige Weg, um die Energiewende zu vollenden und nicht in der reinen Stromwende stecken zu bleiben. Die innovativen und aktuellen stark wachsenden Technologien und Projekte mit einem Schlag in die Netzentgeltpflicht zu nehmen, beerdigt die Sektorenkopplung, bevor sie erwachsen werden konnte.“

Mit der NABEG-Novelle wird die bisherige Regelung §118 Absatz 6 Satz 7 EnWG umformuliert; mit der Folge, dass wohl nur noch Strom-zu-Strom-Speicher nicht der Netzentgeltpflicht unterliegen. Auch wenn die Nutzung von grünem Wasserstoff mit einer Brennstoffzelle noch befreit sein kann, werden nach der Formulierung beispielsweise Power-to-Fuels, Power-to-Methane und Power-to-Chemicals zusätzlich mit Netzentgelten belastet.

Dr. Florian Valentin, Sprecher der BVES-AG „Energierecht und Regulierung“ und Partner bei von Bredow Valentin Herz: „Die Tatsache, dass die weitreichenden Auswirkungen dieser gesetzgeberischen „Klarstellung“ für keinen Abgeordneten in der Kürze der Zeit erkennbar gewesen sein dürften, zeigt einmal mehr, dass die energierechtlichen Regelungen zu Speichern eine Komplexität aufweisen, die nicht länger tragbar ist. Die Gelegenheit, den rundum unklaren § 118 Absatz 6 EnWG in Gänze so neu zu fassen, dass jeder Rechtsanwender die Regelung versteht, wurde verpasst.“

Eine Chance, die NABEG-Änderungen noch aufzuhalten, liegt bei den Bundesländern. Das NABEG ist kein zustimmungspflichtiges Gesetz, doch der Bundesrat könnte eine erneute Befassung des Bundestages mit dem Gesetz erwirken. Die weitreichenden Folgen für sektorenübergreifende Energiespeichertechnologien stehen im starken Kontrast zu den Zielen der Bundesregierung, wie sie etwa im Koalitionsvertrag festgehalten werden (z.B. „Wir wollen die Sektorenkopplung voranbringen und den regulativen Rahmen ändern, so dass „grüner Wasserstoff“ und Wasserstoff als Produkt aus industriellen Prozessen als Kraftstoff oder für die Herstellung konventioneller Kraftstoffe (z. B. Erdgas) genutzt werden kann.“). Vor dem Hintergrund dieser politischen Ziele kritisiert der BVES Bundesverband Energiespeicher deutlich die weitreichenden Konsequenzen aus dem NABEG für Speicher. 

„Unser Energiesystem werden wir nicht erfolgreich gestalten können, wenn die Politik weiter nur in Überschriften denkt und gleichzeitig im Kleingedruckten notwendige Fortschritte verhindert.“, so Urban Windelen.

NABEG: Energieinfrastruktur ist mehr als Netzausbau

BVES begrüßt Erweiterung des NABEG um große Speicher. Entflechtungsregeln müssen jedoch eingehalten werden.

Das neu beschlossene Gesetz zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus (NABEG) ist ein wesentlicher Schritt, die Energiewende genehmigungsrechtlich zu modernisieren. Insbesondere begrüßt es der BVES, dass im NABEG nicht nur der Netzausbau betrachtet wird, sondern auch andere wesentliche Energieinfrastrukturvorhaben aufgenommen wurden. So werden nun ausdrücklich auch große Speicher wie etwa Pumpspeicher und Energiekopplungsanlagen wie etwa Power-to-X von den vereinfachten Genehmigungsverfahren umfasst.

„Der erweiterte Regelungsumfang der NABEG-Novelle, die jetzt weitere systemdienliche und effizienzsteigernde Flexibilitätsoptionen in den Fokus nimmt, ist grundsätzlich ein guter Schritt. Das Energiesystem benötigt weitere Flexibilitäten neben dem Netzausbau, die auch durch die langwierigen Genehmigungsverfahren gehemmt werden. Jetzt können auch Pumpspeicher oder Power-To-X-Anlagen von den beschleunigten Verfahren profitieren und damit sinnvolle Energieprojekte mit diesen Technologien schneller und mit weniger Kosten angegangen werden.“, meint Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES e.V.

Die mit den Änderungen im Planungsrecht einhergehende Vereinfachung der Genehmigungsverfahren ist ein seit Langem gefordertes Petitum des BVES. Diese positive Entwicklung darf nun jedoch nicht durch eine Aufweichung des Unbundling-Prinzips konterkariert werden. Die EU-Strommarktrichtlinie betont ausdrücklich den Vorrang des Unbundling-Grundsatzes und lässt den Betrieb von Speichern durch Übertragungsnetzbetreiber nur in äußerst engen Ausnahmen zu. Unter anderem sollen Übertragungsnetzbetreiber Speicher nur dann errichten dürfen, wenn zuvor in einem technologieoffenen Ausschreibungsverfahren festgestellt worden ist, dass kein anderer Marktteilnehmer bereit oder in der Lage ist, die entsprechenden Speicherkapazitäten bereitzustellen. „Auf die Einhaltung dieses Verfahren gilt es nun in Bezug auf den erweiterten Regelungsgehalt des NABEG besonders zu achten.“, mahnt Urban Windelen.

BVES-Webinar Australien & Internationale BVES-Kooperationen 2019

World of Energy Storage 2019 & Australian Energy Storage Conference & Exhibition 201


Australian Energy Storage Conference & Exhibition: 13. – 14. Juni 2019

BVES-Mitglieder können an der Australian Energy Storage Conference & Exhibition auch dieses Jahr wieder im Rahmen einer BVES-Delegation teilnehmen. Weitere Informationen erhalten Sie gern bei der Geschäftsstelle.

Webinar am 11. April 2019 (9.00 – 10.00 Uhr): Zur Vorbereitung organisiert der BVES ein Webinar zum Energiespeichermarkt in Australien. Die Sprecher Ozgur Tuna (Australian Trade and Investment Commission (Austrade)), Bruce Thompson (GreenSync), Stephen Sproul (ABB Australia) und Mary Hendriks (Australian Energy Storage Alliance) geben ein topaktuelles Update zu den jüngsten Entwicklungen im australischen Speichermarkt.

Das Programm ist über diesen Link erhältlich. Teilnehmen können nur BVES-Mitglieder und die Anmeldung erfolgt über die BVES-Geschäftsstelle.

 


Japan (Tokio): 5. Juni 2019

Der BVES wird auf dem Energy Storage Summit Japan (ESSJ) 2019 vertreten sein und organisiert eine BVES-Delegation. Interessierte BVES-Mitglieder erhalten bei der Geschäftsstelle Informationen zu den Sonderkonditionen zur Teilnahme.


China (Guangzhou): 11.-12.September 2019

Der BVES wird auf der Energy Storage China (ESC) 2019 vertreten sein und organisiert eine BVES-Delegation. Interessierte BVES-Mitglieder erhalten bei der Geschäftsstelle Informationen zu den Sonderkonditionen zur Teilnahme.


Nordamerika (San Diego): 5.-7. November 2019

Der BVES wird auf der Energy Storage North America (ESNA) 2019 vertreten sein und organisiert eine BVES-Delegation. Interessierte BVES-Mitglieder erhalten bei der Geschäftsstelle Informationen zu den Sonderkonditionen zur Teilnahme.


Indien (Neu-Delhi): Januar 2020
Der BVES wird auf der Energy Storage India (ESI) 2019 vertreten sein. Weitere Informationen zur Energy Storage India 2019 erhalten Sie gern auf Anfrage bei der BVES-Geschäftsstelle.


Deutschland (Düsseldorf): März 2020

Die Energy Storage Europe ist die Leitmesse für Energiespeichertechnologien und findet auch im nächsten Jahr wieder auf dem Düsseldorfer Messegelände statt.


 

UPDATE: Brüssel für mehr Flexibilität im System – EU-Trilog zum Strommarktdesign entscheidet für netzdienlich eingesetzte Energiespeicher

In den Trilog-Verhandlungen zum neuen Strommarktdesign einigten sich das EU-Parlament und der EU-Rat darauf, die Doppelbelastung mit Steuern und Abgaben für Energiespeicher bei Netzdienstleistungen endlich abzuschaffen (siehe BVES-Verbandsmeldungen). Am 26. März verabschiedete das Europäische Parlament die letzten Richtlinien und Verordnungen zur Reform des EU-Strommarktes. Die legislative Entschließung des Europäischen Parlaments und des Rates für den Elektrizitätsbinnenmarkt ist nun in der offiziellen deutschen Übersetzung öffentlich zugänglich.

Der BVES begrüßt den offiziellen Schritt zu einer EU-Gesetzgebung, die die Marktintegration von systemdienlich eingesetzten Energiespeichern erleichtert. Jetzt ist die deutsche Regierung aufgefordert, die EU-Gesetzesmaßnahmen rasch in nationales Recht umzusetzen. Dies ist ein wesentlicher Schritt in der Energiewende, um faire Regeln zwischen fossilen und neuen Technologien auf dem Energiemarkt zu schaffen und die Flexibilisierungsoption Energiespeicher systemisch richtig einzusetzen. Bisher konnte fossiler Strom faktisch abgabenfrei Netzdienstleistungen liefern, während die Kilowattstunde aus dem Speicher zum Teil doppelt kostet und so für Betreiber unverhältnismäßig hohe Kosten entstehen. Der EU-Beschluss schiebt nun der Diskriminierung von Speichern zumindest bei der Erbringung von netzdienlichen Leistungen gegenüber den Netzdienstleistungen durch fossile Erzeuger einen Riegel vor.

Die doppelte Belastung mit Abgaben und Umlagen auf gespeicherten Strom ist ein zentrales Hemmnis für den Ausbau von Speichern in Deutschland. Grundsätzlich sind Energiespeicher jeder Art und Größe technisch hervorragend zur Erbringung von Systemdienstleistungen wie Regelenergie, Redispatch usw. geeignet. Das politische Signal aus Brüssel bietet der deutschen Bundesregierung jetzt eine besondere Chance für die längst überfällige rechtliche Neuaufstellung von Speichern als vierte Säule des Energiesystems und für eine konkrete Umsetzung der politischen Versprechen im Koalitionsvertrag. Zu den zentralen Punkten, die für die Realisierung eines dekarbonisierten und versorgungssicheren Energiesystems mithilfe von Energiespeichern erforderlich sind, bezieht der BVES in seiner Wilsdruffer Erklärung von 2019 umfassend Stellung.

 

Energiespeichersysteme bieten vielfältige Lösungen für den Strukturwandel in den Kohleregionen

Der BVES traf sich zur Diskussionsrunde über das hochaktuelle Thema “Energiespeicherlösungen im Strukturwandel der Kohleregionen” in der Berliner Vertretung des Landes Brandenburg. Geladen waren neben den BVES-Gästen aus der Energiespeicherbranche u.a. ein Vertreter aus dem Büro des Lausitzbeauftragten der Staatskanzlei Brandenburg und der Landesvertretungen aus Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Anlässlich der Dynamik für Speicher aus dem Abschlussbericht der sogenannten „Kohlekommission“ stand die Sitzung im Zeichen der Versorgungssicherheit und der Wertschöpfung, die Energiespeicher in den Kohleregionen leisten können. Speicher sind in Verbindung mit erneuerbaren Energien eine herausragend klimafreundlichere Alternative zu fossilen Kraftwerken und können die veraltete Energieinfrastruktur in den Kohleregionen zukunftstauglich modernisieren. Die deutsche Energiespeicherindustrie ist eine innovative Industrie mit hohem Entwicklungspotential. Die Beschäftigtenzahlen und auch die Nachfrage nach Fachpersonal wachsen (vergleiche BVES-Branchenzahlen 2019). Die Energiespeicherindustrie bietet den vom Strukturwandel betroffenen Regionen kurz- und langfristig attraktive Perspektiven. Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen war die Wilsdruffer Erklärung 2019 des BVES, die das besondere Potential von Energiespeichern für ein dekarbonisiertes und versorgungssicheres System in konkreten Leitlinien zusammenfasst.

 

„Um die Versorgungssicherheit nach und während des Kohleausstiegs zu gewährleisten, bieten die vielseitigen Speichertechnologien effiziente Antworten. Dabei sprechen wir nicht nur von Batteriespeichern, sondern von der Nutzung und Vernetzung der verschiedenen Speichersysteme. Hier spielen neben Wasserstoff auch andere Langzeitspeicher und thermische Speicher eine große Rolle. Wir hoffen, dass baldmöglichst die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es uns ermöglichen Speichern bei der Erreichung der Klimaziele den Platz einzuräumen, den Sie verdienen.“

Bernhard Rill, BVES-Vizepräsident (Gustav Klein GmbH & Co.KG)

 

„Der Begriff „Speicher“ zieht sich wie ein roter Faden durch den Abschlussbericht der „Kohlekommission“. Das ist kein Zufall: Energiespeicher können in Verbindung mit erneuerbaren Energien die Aufgaben von konventionellen Kraftwerken effizienter und zugleich klimafreundlicher ersetzen. Für die Kohleregionen bietet die Speicherindustrie echte Zukunftschancen und bessere Antworten auf das Kohlefragendreieck: Klimawandel, Strukturwandel und Energieversorgungssicherheit.“

Urban Windelen, BVES-Bundesgeschäftsführer

 

„Es ist bereits in der Transitionsphase des Energiesystems dringend notwendig, die Potenziale der verschiedenen Speichertechnologien verfügbar zu machen.”

Sven Tischer, Referent aus dem Büro des Lausitz-Beauftragten des Ministerpräsidenten der Staatskanzlei des Landes Brandenburg

ENERGY STORAGE EUROPE: Speicheranwendungen sektorenübergreifend im Kommen

Energiespeicher stoßen in immer mehr Industrien auf großes Interesse. Die Gründe: technologische Reife und eine Vielzahl marktreifer Produkte. Diese Entwicklung belegen auch die Messekooperationen und positiven Besucherreaktionen zur diesjährigen ENERGY STORAGE EUROPE, die heute in Düsseldorf nach drei erfolgreichen Tagen endet. Jeweils über 90 % der Besucher und Aussteller bestätigten ihre Zufriedenheit mit dem Branchenevent.

Die internationale Fachmesse und Konferenz hatte für ihre 8. Ausgabe unter anderem Kooperationen mit international führenden Branchenevents ins Leben gerufen, darunter boot Düsseldorf, ProWein, dem Technologiemessen-Quartett für Metallurgie, Gießerei- und Thermoprozesstechnik GMTN und der Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels EuroShop.

Der BVES Bundesverband Energiespeicher e.V. präsentierte auf der Messe die aktuellen Marktzahlen und bestätigte die positive Entwicklung sowie die steigende Bedeutung der Energiespeicherbranche. So wuchsen die Umsatzerlöse um neun Prozent auf fünf Milliarden Euro. Auch bei den Beschäftigtenzahlen vermeldete die Branche einen Zuwachs von neun Prozent auf jetzt 12.100 Beschäftigte. Die arbeiten vornehmlich in den Segmenten Groß- & Industriebatterien (33 %), Wärmespeicher (33 %) und Heimspeicher (21 %).

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Speicher sind entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung und Integration wachsender Anteile erneuerbarer Energien und tragen zur Versorgungssicherheit bei. Die ENERGY STORAGE EUROPE als die internationale Leitmesse für Energiespeicher zeigt die ganze Bandbreite an Technologien und Anwendungen auf und liefert wichtige Lösungsansätze. Diese Innovationen sind gerade auch für das Energieland Nordrhein-Westfalen von besonderer Bedeutung.“

„Speicher ebnen den Weg zum mehrfachen Erfolg: für die Energiewende, gleichzeitig für ein stabiles Energiesystem und letztlich auch für eine zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung. Als Teil der World of Energy Storage ist die Energy Storage Europe der Verbindungspunkt der Branche, der mühelos sowohl die regionalen als auch die internationalen Entwicklungen zusammenbringt.“, ergänzt Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES Bundeverband Energiespeicher e.V.

B2B-Ausrichtung wird durch Messekooperationen gestärkt

Die ENERGY STORAGE EUROPE verfolgt ihre Ausrichtung auf das B2B-Geschäft mit Energiespeichern konsequent weiter und erreichte erneut einen Fachbesucheranteil von 99%. Rund 40% der Besucher kommen aus dem Ausland. Die Bandbreite der gezeigten Lösungen, Technologien und Anwendungen wuchs auch in diesem Jahr. Die Konferenzen wurden mit kostenfreien Spezialvorträgen ergänzt, die gezielt auf die Bedürfnisse von Anwendern eingingen.

Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: „Als eine der weltweit führenden Messegesellschaften für das B2B-Geschäft rücken wir Energiespeicher bei den Ausstellern und Besuchern unserer Leitmessen in den Fokus. Damit helfen wir unseren Partnern und Kunden, ihre Stromkosten und Emissionen zu senken und die Stromqualität zu verbessern.“ Reinhard weiter: „Für Energiespeicheranbieter und speziell die Aussteller der ENERGY STORAGE EUROPE bedeutet das gesteigerte Anwenderinteresse – ganz im Sinne der Business-Ausrichtung der Messe – mehr Aufmerksamkeit für ihre Lösungen und Produkte.“

Von Heimspeichern über Ladeinfrastruktur bis zur flexiblen Sektorenkopplung

Die technologische Bandbreite der ENERGY STORAGE EUROPE spiegelte sich auch im Konferenzprogramm der 8. Energy Storage Europe Conference (ESE) der Messe Düsseldorf und der 13. International Renewable Energy Storage Conference (IRES) von EUROSOLAR e.V. Neben Batteriespeichern, Power-to-X Konzepten und Lösungen rund um die Mobilitäts-infrastruktur standen in diesem Jahr thermische Speicher im Mittelpunkt verschiedener Sessions. Dabei wurden auch zahlreiche innovative Ansätze thematisiert wie Wärmespeicherung im Rahmen der flexiblen Sektorenkopplung sowie Power-to-Heat Lösungen auf Basis thermochemischer Prozesse.

Prof. Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR, zeigt sich zufrieden: „Die International Renewable Energy Storage (IRES) Conference ist die weltgrößte und bedeutendste wissenschaftliche Speicherkonferenz der Welt. Wir sind stolz, dass die IRES mit ihrer treuen Partnerin, der ‘ESE‘, weiter an Bedeutung und wissenschaftlichem Einfluss gewonnen hat.“

Weiterer wichtiger Bestandteil der IRES 2019 war eine deutschsprachige Vortragsreihe, die EUROSOLAR e.V. in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW durchführte. Unter der Moderation von Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen) und IRES Conference Chair Prof. Dr. Ingo Stadler (TH Köln) erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Perspektiven von Flexibilitätsoptionen im Verteilnetz und den Einsatz von Strom-, Gas- und Wärme-Großspeichern in Deutschland und der Welt.

In seinem Abschluss-Statement zur IRES rief Prof. Dr. Ingo Stadler zum Handeln auf: „Lassen Sie uns den Druck auf die Politik aufrechterhalten und verstärken, um einen angemessenen Rahmen für die Umsetzung des Energiewandels im Allgemeinen und der Energiespeicherung im Besonderen zu schaffen.”

 

Pressematerial:

Die Austeller der Energy Storage Europe 2019 äußern sich im Video: https://video.messe-duesseldorf.de/7815

Pressefotos: www.eseexpo.de/pressefotos

BVES-Branchenzahlen 2019 – Deutsche Speicherbranche technologieübergreifend gut aufgestellt

Die deutsche Energiespeicher-Branche wächst – über alle Technologien hinweg. Das belegen die BVES-Branchenzahlen 2019, die der BVES Bundesverband Energiespeicher e.V. heute bei der Energy Storage Europe 2019 in Düsseldorf präsentierte. Jedoch: Das Wachstum findet zunehmend außerhalb Deutschlands statt. Im heimischen Markt wird die Entwicklung von den regulatorischen Rahmenbedingungen ausgebremst.

Mehr Hausspeicher, mehr Industriespeicher, mehr Großspeicher: Die Branchenzahlen 2019 des BVES, dem Branchenverband der gesamten Energiespeicherindustrie, bestätigen den im vergangenen Jahr prognostizierten Wachstumskurs der deutschen Energiespeicherbranche und unterstreichen ihre industriepolitische Relevanz für Deutschland. Mit der umfassenden Marktanalyse hatte der BVES erneut Team Consult beauftragt.

„Die deutsche Speicherbranche hat gerade bei innovativen Speichersystemen über Sektorengrenzen hinweg einen technologischen Vorsprung vor den internationalen Wettbewerbern und ist für die künftigen Anforderungen an das Energiesystem grundsätzlich hervorragend aufgestellt“, zieht Urban Windelen, BVES-Bundesgeschäftsführer, Bilanz. Sorge bereiten jedoch die weiterhin mangelnden regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Das Wachstum der Branche findet zunehmend im Ausland statt. Dagegen droht dem Inlandsmarkt von widersinniger Regulatorik ausgebremst zu werden.

„Energiespeicher sind ein zentraler Pfeiler für den Erfolg der Energiewende. Doch ohne passende rechtliche Einordnung können sie ihren umfassenden systemischen Beitrag nicht leisten“, erklärt Urban Windelen. „Energiespeicher zeigen ihre technologische Exzellenz erneut bei der Energy Storage Europe, der Leitmesse für Energiespeichertechnologien und Anwendungen. Doch wenn wir die Produkte nicht in Deutschland in den Markt bekommen, sind der Vorsprung und die Exzellenz schwer zu halten“, so Windelen weiter.

Im Untersuchungszeitraum weisen alle Speichertechnologien eine positive Marktentwicklung auf. So wächst nicht nur die Zahl von Batterien in Haushalten um mehr als 40.000 Stück, sondern auch der bereits in den letztjährigen Branchenzahlen überproportional wachsende Bereich der Industriespeicher weiter an. Allein der Bereich der Großbatterien, primär für Regelenergie eingesetzt, konnte seinen Wachstumskurs nicht wie prognostiziert fortsetzen. Hier wurden aufgrund der schlechten Preisentwicklung im Regelenergiemarkt einige Projekte gestoppt oder zumindest verschoben. Zudem ist der Markt in der Größe begrenzt und mit den bestehenden Großspeichern bereits gut besetzt.

Das schwache Wachstum bei Großbatterien schlug jedoch nicht durch, da die Branche mit Industriespeichern die Umsätze mehr als auffangen konnte. Industriespeicher werden zumeist für verschiedene Anwendungen genutzt (z.B. Spitzenlastkappung, Unterbrechungsfreie Stromversorgung, Notstromversorgung) und sind nun zunehmend auch zur Optimierung der Eigenversorgung im Industrieunternehmen mit grünem Strom im Einsatz. Als weitere Anwendung für Speicher im Industrie-, Gewerbe- und Handelsbereich rückt der Einsatz als Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in den Vordergrund.

Damit werden Speicher auch eine Schlüsseltechnologie für die Sektorenkopplung. Insbesondere Ladeinfrastruktur mit Pufferspeichern als Leistungs-Booster für schnelle Ladezeiten sind ein wichtiger Baustein für die Alltagstauglichkeit von E-Autos und damit für die Verkehrswende.

Deutlich im Aufwind sind dieses Jahr auch thermische Speicher. Die innovativen technischen Lösungen entwickeln sich rasch und die Zahl der Anbieter (von Abwärme bis Prozesswärme) steigt. Eine Vielzahl von Hausspeichern wird mittlerweile zusammen mit einer Wärmepumpe und einem Wärmespeicher installiert. Dezentrale Energielösungen über die Sektoren Strom, Wärme, Mobilität in einem digitalen System vereint, sind so zunehmend Alltag.

Die Bremsen für Speichersysteme in Deutschland müssen nun rasch gelöst werden, gerade wenn ein dekarbonisiertes Energiesystem, das stabil und sicher Deutschland versorgt, erreicht werden soll. „Deutschland hat sich gegen fossile Energie und für die Erneuerbaren entschieden. Aus dieser Entscheidung folgt ein vollkommen neues Energiesystem, das nicht in das althergebrachte Raster passt und grundlegend neu aufgestellt werden muss“, sagt Windelen und betont: „Dieser Ausrichtung und diesem Ziel muss nun aber auch endlich der rechtliche Rahmen folgen. Herumdoktern an Symptomen führt nicht weiter.“

Welche Schritte für ein dekarbonisiertes und gleichzeitig versorgungssicheres Energiesystem notwendig sind, hat der BVES in seinen Wilsdruffer Thesen formuliert. Die Abkehr vom EEG und der Einstieg in verursachungsgerechte CO2-Preise sind nur zwei der zehn notwendigen Schritte bis 2030.

Urban Windelen: „Die EU ist hier schon wesentlich weiter. Deutschland ist gefordert, die aktuellen Anstöße aus der Erneuerbaren- und der Binnenmarktrichtlinie aufzunehmen und schnell umzusetzen. Anderenfalls verliert Deutschland auch industriepolitisch den Anschluss und eine innovative aufstrebende Branche mit hohem Wertschöpfungspotential.“