BVES-Branchenzahlen 2021: 300.000 Hauspeicher in Deutschland

  • Dynamisches Wachstum der Branche setzt sich fort.
  • Insbesondere Gebäudebereich als Wachstumstreiber.
  • Regulatorischer Rahmen jedoch weiterhin unpassend für breiten Markteinsatz von Energiespeichern.

Die jährlich vom BVES veröffentlichten Branchenzahlen zeigen im Rückblick auf das Jahr 2020 und in der Prognose für 2021 eine grundsätzlich positive Entwicklung auf. Über alle Technologien und Segmente ist der Umsatz der Energiespeicherbranche im Jahr 2020 um über 10 Prozent auf EUR 7,1 Mrd. gewachsen.

Wachstumstreiber sind die Trends zu Systemintegration, flexibler Sektorenkopplung und Elektromobilität insbesondere in den Bereichen Haushalt und Gewerbe. Allein 300.000 Heimspeicher sind mittlerweile in den Haushalten installiert und sorgen für eine sichere Eigenversorgung mit grüner Energie in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. 300.000 Hausspeicher stehen für eine Bereithaltung von 2,3 GWh grünem Strom, ausreichend für die jährlichen Wäschegänge von über 20.000 Haushalten oder um über 170-mal mit dem E-Auto um die Erde zu fahren.

Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer BVES: „Ein Zubau von über 100.000 allein an Hausspeichern in einem Jahr ist ein tolles Ergebnis. Und gleichzeitig ein deutliches Signal, dass die Bürger in Haushalt, Gewerbe und Industrie zunehmend auf Speichertechnologien setzen wollen, um ihre Energieversorgung sicher, grün und kosteneffizient zu gestalten. Dieses Signal sollte endlich auch die Politik hören und der deutschen hochinnovativen Speicherbranche passende Rahmenbedingen für ihre Produkte geben. Allein auf den Netzausbau zu setzen und die Menschen in ein veraltetes Energiesystem zu quetschen, wird für eine erfolgreiche Energiewende nicht ausreichen.“

Während das Haushaltssegment überproportional auch im Corona-Jahr 2020 wachsen konnte, musste die Sparte Industrie- und Gewerbespeicher pandemiebedingt einen Rückgang von etwa 20 Prozent hinnehmen. Auch dem internationalen Trend zum verstärkten Einsatz von Großspeichern in der Systeminfrastruktur entzieht sich Deutschland weiterhin. Dieses Marktsegment stagniert auf niedrigem Niveau. Der Trend zu Wasserstofflösungen findet in Deutschland ein schwieriges Umfeld vor, so dass Marktanwendungen im industriellen Maßstab sich (noch) nicht durchsetzen können. Eine gute Entwicklung zeigen dagegen thermische Speichersysteme, die insbesondere in der Industrie zunehmend Anwendung finden und zur Dekarbonisierung beitragen.

Insgesamt erwartet die Branche für 2021 im Industriesegment eine deutliche Erholung des Speichermarktes. Treiber sind hier speziell die flexible Sektorenkopplung in Richtung Wärme, der Trend zur Elektromobilität mit cleveren Ladelösungen inklusive Speicher sowie Eigenversorgungslösungen mit grünem Strom bis zu grünem Wasserstoff.

„Ohne Energiespeicher fehlt der Energiewende was. Das wird zunehmend offenbar. Technisch kann die Branche so ziemlich alles. Verschiedene Technologien für alle Sektoren und alle Anwendungen sind fertig und einsatzbereit. Jetzt müssen nur endlich die regulatorischen Bremsen gelöst werden. Insbesondere wenn wir die heimische technische Exzellenz und hohe Wertschöpfung der Branche in Deutschland und Europa sichern und unterstützen wollen.“, so Urban Windelen.

Die BVES Branchenzahlen 2021 sind über diesen Link erhältlich.

Anlass der Veröffentlichung bietet die internationale Konferenz ENERGY STORAGE SYSTEMS 2021, organisiert vom BVES in Kooperation mit Energy Storage Europe und EUROSOLAR e.V. Im Rahmen der zweitägigen Onlinekonferenz ENERGY STORAGE SYSTEMS 2021 finden parallel Diskussionsrunden und Workshops zu aktuellen Trends der Speicherbranche statt.

Akasol eröffnet Europas größte Batteriesystemfabrik

Das Unternehmen Akasol hat Europas größte Batteriesystemfabrik für elektrische Nutzfahrzeuge mit einer Kapazität von 600 MWh (etwa 3.000 E-Busse) pro Jahr eröffnet. Auf einer teilautomatisierten Fertigungslinie werden Hochleistungs-Batteriesysteme für Hybrid- und E-Busse produziert.

Dem europäischen Markt für Hybrid- und E-Busse wird ein jährliches Wachstum von mehr als 35 Prozent prognostiziert, da nach den erfolgreichen Tests zahlreicher Flottenbetreiber nun Großaufträge folgen: Wiesbaden will beispielsweise die eigene Busflotte von 220 Fahrzeugen umrüsten und auch europäische Großstädte wie Paris, London oder Hamburg werden ab 2020 nur noch Elektrobusse bestellen.

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Europas größte Power-to-Heat-Anlage in Berlin-Spandau

Vattenfall ersetzt den Steinkohlenblock C des Heizkraftwerkes Reuter im Berliner Bezirk Spandau durch eine Power-to-Heat-Anlage. Ab dem Jahr 2019 soll durch die Anlage elektrische Energie in Fernwärme für bis zu 30.000 Haushalte umgewandelt werden.

Das Investitionsvorhaben ist ein Projekt unter dem Dach von WindNODE, der nordostdeutschen Modellregion für intelligente Energie. Im Rahmen des Programms ‚Schaufenster intelligente Energie‘ (SINTEG) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie insgesamt fünf Modellregionen in Deutschland, in denen Lösungen für eine intelligente Energieversorgung der Zukunft mit wachsenden Anteilen erneuerbarer Energien entwickelt werden.

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Schweizer Pilot von Caloric mit Electrochaeas Biokatalysator

Die patentierte Biomethanisierungstechnologie von Electrochaea bildet die Grundlage für eine Pilot- und Demonstrationsanlage des Unternehmens Caloric im Schweizer Solothurn. Der Anbieter von vormontierten Gaserzeugungs- und Gasaufbereitungsanlagen hat eine internationale Ausschreibung im Rahmen des EU Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 für die Konzeption und Errichtung gewonnen. Das “Store&Go”-Projekt hat vorrangig das Ziel, die ökonomische und technische Machbarkeit einer neuen Power-to-Gas Technologie (PtG) auf industriellem Niveau unter Beweis zu stellen. Die Anlage wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Ingenieurteam von Caloric und Electrochaea entwickelt und soll den flexiblen Betrieb innerhalb eines breiten Anwendungsfensters ermöglichen. Sie soll sowohl zu Demonstrationszwecken dienen, als auch auf einen modularen Aufbau und Standardisierung ausgerichtet sein. Der Planung zufolge soll die Anlage Mitte des Jahres 2018 unter der Aufsicht eines Caloric-Supervisors errichtet werden.

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Narada installiert seinen ersten vorinstallierten Energiespeicher

Das chinesische Speicherunternehmen Narada bietet nun auch modulare, vorinstallierte Energiespeicherlösungen in Containern an, die innerhalb von einer Woche errichtet werden können.

Wie das auf Industriekunden spezialisierte Unternehmen mitteilte, hat es bereits in Suzhou in der Nähe von Shanghai einen solchen Speicher in der Fabrik von Four Seas Food in Betrieb genommen. Die Leistung des Speichers beziffert Narada auf 250 kW und die Kapazität auf eine Megawattstunde. Die erwartete Betriebsdauer beträgt zehn Jahre. Der Speicher könne nicht nur Lastspitzen im Stromnetz ausgleichen, sondern eigne sich auch als Notstromaggregat.

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Neue Mobilität: Studie zu Kosten für Infrastrukturentwicklung

Batterie- und brennstoffzellenangetriebene Fahrzeuge sind marktreif, doch der Ausbau der Tank- und Ladeinfrastruktur hinkt hinterher. Einen Vergleich der Kostenentwicklung von beiden Infrastrukturen hat das Jülicher Forschungszentrum im Auftrag des Wasserstoff-Tankstellenbetreibers H2 Mobility erstellt und Zwischenergebnisse der Szenarioanalyse auf der f-cell, der internationalen Fachmesse für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien, vorgestellt. Energate berichtet darüber.

Die Ergebnisse zeigen in der Zusammenfassung, dass die Kosten in direktem Zusammenhang zur jeweiligen Marktdurchdringung stehen. Kurzfristig sei die batterieelektrische Mobilität günstiger, doch langfristig sei der Ausbau des Brennstoffzellen-Tankstellennetzes mit bis zu elf Milliarden Euro billiger als ein Ladenetz für batterieelektrische Fahrzeuge. Die Kosten für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für 20 Millionen batterieelektrische Autos beziffern die Studienmacher auf 51 Milliarden Euro. Demgegenüber stehen 40 Milliarden Euro, die in der Studie für ein Wasserstoff-Tankstellennetz entsprechender Größe veranschlagt werden. Mindestens solange die Marktdurchdringung deutlich unter zehn Millionen Autos bleibe, sehen die Studienautoren den Kostenvorteil auf Seiten der batterieelektrischen Mobilität. Doch langfristig seien insbesondere die notwendige Stromnetzmodernisierung und der Bedarf an Schnellladesystemen relevante Kostentreiber für batterieelektrische Infrastruktur.

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Sonnen liefert 20.000 Stromspeicher nach Italien

Im bisher größten Vorhaben seiner Art in Europa liefert Sonnen 20.000 seiner Batteriesysteme nach Italien. Dafür werden die Privathaushalte mit Stromspeichern ausgestattet und zu einer Energie-Gemeinschaft vernetzt.

Die neu gegründete “Energy Alliance Italia” wird innerhalb der nächsten 24 Monate 20.000 Haushalte in Italien mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Stromspeicher ausstatten. Zusätzlich werden diese Haushalte miteinander verbunden und zu einer dezentralen Energiegemeinschaft vernetzt. Italien gilt nach Deutschland als zweitgrößter Markt für Stromspeicher in Europa. Sonnen ist bereits seit Anfang 2016 in diesem Markt aktiv und hat eine eigene Niederlassung in Bergamo. In der Allianz haben sich einige der größten Installateure Italiens zusammengetan, darunter Supersolar, Smile Energy, CDNE, Rex Energy oder Sky NRG. Die Rahmenvereinbarung zur Lieferung der Speicher sowie zu deren Vernetzung wurde am 20. Oktober zwischen den Allianzmitgliedern und Sonnen unterzeichnet. Sonnen ist Weltmarktführer für intelligente Energiespeichersysteme und Betreiber der sonnenCommunity, der größten Stromsharing-Plattform.

“Italien verfügt über herausragende Bedingungen, um einer der größten Märkte für Energiespeicher und neue Dienstleistungen wie Stromsharing in Europa zu werden. Unsere Allianz ist ein wichtiger Eckpfeiler für eine enge, strategische Partnerschaft zwischen Italiens führenden Installateuren und sonnen”, sagt Giorgio Mattaliano Belforti, CEO und Chairman von Smile Energy.

Das Ziel der neuen Allianz ist, innerhalb der nächsten 24 Monate 20.000 italienische Haushalte mit einer Photovoltaik-Anlage und einer sonnenBatterie auszustatten und damit das größte virtuelle Kraftwerk in Italien aufzubauen. Haushalte können damit ihren eigenen Strom produzieren und in der sonnenBatterie speichern. Das macht sie weitgehend unabhängig von konventionellen Stromversorgern und reduziert ihre Stromrechnung um bis zu 80 % pro Jahr. Zusätzlich werden sie zu einer dezentralen Energiegemeinschaft verbunden, deren Mitglieder ihre Energie miteinander teilen können. Auch diese Technologie liefert sonnen. Die sonnenCommunity gibt es bereits in Deutschland, Österreich, den USA und Australien. Als Mitglied der sonnenCommunity machen sich die Menschen zu 100 % unabhängig von einem herkömmlichen Versorger. Während die Strompreise in Italien immer weiter steigen, gehen die Kosten für PV-Anlagen und Energiespeicher immer stärker zurück. Das schafft die Basis für eine eigene, dezentrale Energieversorgung und innovative Stromservices wie die sonnenCommunity. Mit dem digital vernetzen Batterie-Pool sind zudem Netzdienstleistungen zur Stabilisierung des Stromnetzes möglich. Für die Speicher-Besitzer ist dies eine zusätzliche Möglichkeit mit der sonnenBatterie Erträge zu generieren.

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Second-Life-Großspeicher geht in Hannover ans Netz

Die Kooperationspartner Daimler AG mit ihrer hundertprozentigen Tochter Mercedes-Benz Energy GmbH und die Stadtwerke Hannover AG (enercity) haben nach circa einjähriger Bauphase einen Stromspeicher in Betrieb genommen. Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich dabei um den größten Akkuspeicher Europas. Der innovative Speicher erfüllt einen besonderen Zweck: Er ist ein „lebendes Ersatzteillager“ für elektromobile Akkusysteme.

1.800 von insgesamt 3.240 der für die dritte Generation smart electric drive Fahrzeugflotte vorgehaltenen Akkumodule wurden am enercity-Standort Herrenhausen zu einem Stationärspeicher gebündelt, und durch den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) TenneT für die Erbringung von Primärregelleistung (PRL) präqualifiziert.

Fertigstellung ist für das erste Quartal 2018 geplant

Rund die Hälfte der geplanten Systemstränge ist mit einer Leistung von fünf Megawatt bereits mit dem Netz gekoppelt. Die Fertigstellung der Gesamtanlage mit einer Speicherkapazität von insgesamt 17,4 MWh ist für das erste Quartal 2018 geplant.

Durch die „Lebende Lagerung“ der Ersatzakkus schaffen die Partner einen attraktiven Business Case, zu dem die sie mit ihren jeweiligen Kompetenzen beitragen. Die Produktion der automobilen Lithium-Ionen-Akkusysteme erfolgte durch die hundertprozentige Daimler Tochter Accumotive. Die Entwicklung und Produktion des Speichersystems erfolgte durch die ebenso hundertprozentige Daimler Tochter Mercedes-Benz Energy. Beide Unternehmen sind am Standort Kamenz ansässig. Für die Vermarktung der Speicherleistung auf dem Regelleistungsmarkt ist enercity verantwortlich.

Durch die Vermarktung der lagernden Speicherleistung auf dem deutschen Markt für PRL leistet das Geschäftsmodell einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes und gleichzeitig zur Wirtschaftlichkeit von Elektromobilität. Bei zunehmenden Schwankungen der Stromeinspeisung aus fluktuierenden erneuerbaren Energien dienen solche Speicher zur optimalen Ausregelung einer konstant zu stabilisierenden Netzfrequenz. Sie gleichen mit ihrer Speicherkapazität die Energieschwankungen nahezu verlustfrei aus – eine Aufgabe, die derzeit überwiegend schnell drehende Turbinen, also rotierende Massen in Großkraftwerken, übernehmen.

Fahrzeugakkus werden als Ersatzteile vorgehalten

Da die Akkus als Ersatzteile für eine E-Smart-Generation, die nicht mehr produziert wird, vorgehalten werden, hat der Speicher noch einen weiteren Vorteil (EUWID 06/2016). Um im Fall eines Tausches einsatzfähig zu sein, verlangt ein Akku während der Dauer der Bevorratung ein regelmäßiges Zyklisieren – das gezielte, schonende Be- und Entladen. Andernfalls käme es zu einer Tiefenentladung, die zu einem Defekt des Akkus führen kann. Neben den Lagerkosten würde die klassische und potenziell langjährige Ersatzakkulagerung also einen recht hohen Betriebsaufwand bedeuten.

Quelle: EUWID / Europäischer Wirtschaftsdienst GmbH

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Vollelektrische Autofähre mit PV-Batteriesystem

Etwa ein halbes Jahr nach Kiellegung ist die erste vollelektrische Autofähre von Formstaal und Ostseestaal nun in Stralsund zu Wasser gelassen worden. Sie werde ausschließlich mit Solarstrom und Batteriestrom betrieben, teilten die beiden Spezialunternehmen am Freitag mit. Ihnen zufolge soll es sich um die erste vollelektrische Autofähre für Binnengewässer weltweit handeln. Sie werde künftig auf der Mosel verkehren und dort den Ort Oberbillig in Deutschland mit dem luxemburgischen Wasserbillig verbinden.

Die neue, 28 Meter lange Fähre mit umweltschonendem Antriebskonzept könne pro Fahrt bis zu 45 Fahrgäste und sechs Autos befördern. Mit dem Austausch der seit 1966 eingesetzten Fähre würden künftig jährlich rund 14.000 Liter Diesel eingespart sowie die Abgas- und Lärmemissionen deutlich reduziert. Die Fähre verfüge über 15 Solarmodule mit 5,4 Kilowatt Gesamtleistung und eine Batteriekapazität von 252 Kilowattstunden.

Die Elektro-Solarschiffe zeichneten sich durch eine extreme Leichtbauweise und der Einsatz energieverbrauchsoptimierter Komponenten aus, um sie wirtschaftlich betreiben zu können, hieß es weiter. Mit den Erfahrungen aus den vorangegangenen Schiffsprojekten seien eine Reihe innovativer Lösungen beim Bau der Elektro-Solar-Autofähre verwirklicht worden, darunter das Elektromanagementsystem, neuartige Lithium-Polymerbatterien, verbesserte Ladetechnik und neu entwickelte Elektromotoren.

Die Autofähre verfüge insgesamt über vier Elektromotoren, die erstmals im Schiffsrumpf so eingebaut worden seien, dass sie demontiert werden können, ohne die Fähre aus dem Wasser heben zu müssen. Die optimierte Linienführung des Schiffsrumpfes führt den Unternehmen zufolge dazu, dass die Wasserverdrängung der Fähre um zehn Prozent geringer ausfällt als bei einem konventionellen Schiff. Die Geräuschemissionen seien um 80 Prozent gesenkt worden. „Unsere Schiffe benötigen im Vergleich zu konventionellen Schiffen für die gleiche Leistung lediglich ein Viertel der Antriebsleistung“, sagt Ingo Schillinger, Senior Sales Manager bei Formstaal/ Ostseestaal.

In den kommenden Tagen soll die Autofähre in Stralsund endausgerüstet und getestet werden. Per Binnenschiff wird sie dann an die Mosel geliefert, wo sie in rund einem Monat ankommen soll. Die Taufe sei für den 25.11. geplant.

 

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Förderung für industrielle Energiespeicher in Rheinland-Pfalz

Mit etwa 0,2 Millionen Euro fördert das Umwelt- und Energieministerium des Landes Rheinland-Pfalz das VEVIDE-Nachfolgeprojekt zur Vermarktung industrieller Potenziale beim Lastmanagement.

Im Rahmen des Vorgänger-Projekts „Aufbau eines Verbundes dezentraler Stromspeicher verschiedenster Art zu einem virtuellen Energiespeicher – VEVIDE“, das von 2012 bis 2015 von einem rheinland-pfälzischen Projektkonsortium unter der Federführung der Transferstelle Bingen umgesetzt wurde, konnte bereits in der Praxis gezeigt werden, dass durch eine intelligente Verknüpfung von industriellen Lastmanagement-Potenzialen unterschiedlichster Art ein virtueller Energiespeicher geschaffen werden kann. Nach erfolgreicher Präqualifikation durch den Netzbetreiber konnte dieser virtuelle Energiespeicher am Regelenergiemarkt sowohl positive als auch negative Regelleistung anbieten. Nun will Rheinland-Pfalz an diesen Erfolg mit einem Nachfolgeprojekt anknüpfen.

Die Wissenschaftler der Transferstelle Bingen an der Technischen Hochschule Bingen untersuchen daher die Flexibilität des Energieverbrauchs industrieller Produktionsprozesse. Zudem sollen identifizierte Potenziale zu einem „virtuellen Energiespeicher“ verknüpft werden, um Regelenergie am Markt anzubieten. Unternehmen sollen so über das Lastmanagement den eigenen Stromverbrauch an den Preissignalen am Strommarkt ausrichten und so ihre Energiekosten senken können. Dazu vermarkten sie vorhandene Strom-Verbrauchsflexibilitäten ihrer Produktionsanlagen.

 

Hier geht es zum Artikel und hier zu weiteren Informationen des Ministeriums in Rheinland-Pfalz.