BVES zum deutsch-griechischen Austausch im Bereich Erneuerbare Energien und Energiespeicher in Athen

Berlin, 25. 11. 2015 – Am 9. und 10. November nahm der BVES in Athen am Workshop “Islands as test beds for innovative sustainable energy technologies”, organisiert von der „Aegean Energy Agency“ und dem „Network of Sustainable Aegean and Ionian Islands – DAFNI“ in Athen teil, um den aktuellen Stand der Energiespeicher in Deutschland vorzustellen.
Der BVES betonte, dass eine große Bandbreite an Speichertechnologien für die verschiedensten Anwendungen von der Netzstabilisierung bis zur Optimierung des Eigenverbrauchs zur Verfügung stünde. Zahlreiche Projekte seien in Deutschland bereits erfolgreich umgesetzt. So nehmen vor allem Batteriespeicher immer häufiger auch am Regelenergiemarkt teil und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilisierung. Allerdings gebe es auch in Deutschland, ebenso wie in Griechenland, noch keine klare gesetzlich festgelegte Speicherdefinition und kein Vergütungssystem für die systemdienlichen Leistungen der Speicher. Hier bestehe nach wie vor dringender Handlungsbedarf, so der Verband.

Rund 100 Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und Verbänden aus Deutschland und Griechenland diskutierten über die Energieversorgung griechischer Inseln auf Basis erneuerbarer Energien zusammen mit Energiespeichern, Infrastruktur für E-Mobility, intelligenten Netzen sowie öffentlicher Straßenbeleuchtung. Schirmherr der Veranstaltung war die Friedrich-Ebert-Stiftung.

Im Bereich der Energiespeicher waren sich die Teilnehmer einig, dass es aus technologischer Sicht keinerlei Barrieren gibt. Viele Speichertechnologien haben den Status der Marktreife schon längst erreicht. Defizite gäbe es allerdings unter anderem bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen und rentablen Geschäftsmodellen – die hier bestehenden Unsicherheiten machten es auch schwierig, Investoren für Speicherprojekte zu finden, so ein Fazit des Workshops.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung