Flexibilitätsoption Energiespeicher verstärkt berücksichtigt

Neuer Szenariorahmen für Netzentwicklungsplan berücksichtigt vermehrten Speicherzubau

Der BVES begrüßt, dass die Bundesnetzagentur erstmals vertieft Energiespeicher im Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan 2019-2030 als wichtige Flexibilitätsoption anerkennt. Als Referenz dient die jährlich aktualisierte BVES-Brancheneinschätzung zur Entwicklung von Energiespeichern auf verschiedenen Netzebenen. Die Bundesnetzagentur übernimmt in Übereinstimmung mit den Konsultationsteilnehmer die BVES-Werte unter Berücksichtigung des Koalitionsvertrages in die Szenariorahmen.

In den Szenariorahmen wird die Schlüsselrolle von Energiespeichern für ein nachhaltiges Energiesystem erneut deutlich. Die Potentialentfaltung von Energiespeichern wird allerdings unter den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen stark gehemmt. Ein Speicher wird rechtlich nicht als Speicher eingeordnet, sondern als Erzeuger oder Letztverbraucher. Vor diesem Hintergrund unterstreicht der BVES seine Forderung nach rechtlichen Anpassungen, die die Integration von Energiespeichern als vierte Säule des Energiesystems neben Erzeugung, Transport und Verbrauch ermöglichen und ein Level-Playing-Field für Flexibilitätsoptionen schaffen. „Speichertechnologien sollen vorangebracht werden“ – das ist der klare Handlungsauftrag im Koalitionsvertrag, der nun umgesetzt werden muss.