Bericht des Weltenergierats sagt Energiespeichern eine glänzende Zukunft voraus

Berlin, 25.1.2016 – Der Bericht prognostiziert, dass die Energiespeicher-Kosten in den nächsten 15 Jahren um 70 % fallen.
Ein enger Fokus auf die Kosten könnte zu falschen Vorstellungen über Energiespeicher führen, heißt es in dem neuen Bericht des Weltenergierats (Abu Dhabi) „E-storage – shifting from cost to value”.  Er behandelt Anwendungen in der Solar- und Windenergie und besagt, dass eine Konzentration allein auf die Investitionskosten zu der Auffassung verleite, dass Energiespeicherung teurer sei als sie tatsächlich ist, weil der Wert der gespeicherten Energie nicht berücksichtigt werde.

Der Bericht betrachtet verschiedene Speicher-Kalkulationen entlang des Technologiespektrums und kommt zu dem Schluss, dass die weit verbreitete Methode zur Berechnung der Stromgestehungskosten (LCOE) den Fortschritt der Energiespeicher behindere. Die Studie identifiziert hier zweierlei Probleme: Willkür, da keine Unterschiede zwischen den Anwendungen gemacht würden, und Unvollständigkeit, da nur ein Teil der Erlöse berücksichtigt würden.

Speicher-Kosten müssen für eine größere Verbreitung in Haushalten und der Elektromobilität noch weiter fallen
„Energiespeicher sind ein wichtiger Katalysator für die Energiewende, deren Vorteile immer noch unterschätzt werden. Die Kosten sind bereits gesunken, müssen aber für eine größere Verbreitung in Haushalten und der Elektromobilität noch weiter fallen“, sagte Christoph Frei, Generalsekretär des Weltenergierats.
„Die Gemeinschaft der Investoren hat guten Grund, auf die Innovationen und Geschäftsmodelle gespannt zu sein, die sich daraus ergeben.”

Energiespeicher-Kosten sollen in den nächsten 15 Jahren um 70 % fallen

Der Bericht prognostiziert angesichts der vielen neuen Technologien in der Pipeline, dass die Energiespeicher-Kosten in den nächsten 15 Jahren um 70 % fallen. Solarstrom-Speicher beispielsweise werden immer wettbewerbsfähiger, weil neue Batterietechnologien die Preise senken. Während Batteriespeicher aktuell noch zu teuer sind für Großanwendungen, drücken verbesserte Technologien die Kosten. Das bedeutet, dass Speichersysteme Kraftwerke ersetzen könnten und weniger neue gebaut werden müssten. Gleichzeitig sinkt der Ölbedarf.

Energiespeicher bringen weitere Erlöse und Vorteile

„Die Zukunft der Energiespeicherung ist glänzend, und das Innovationspotenzial beträchtlich. In dem Maße, wie die Kosten für die Speicherung von Solar- und Windstrom sinken, werden sich Speicher auf der ganzen Welt verbreiten“, so Frei. Dabei könnten spezielle Technologien in spezifischen Kontexten weitere Erlöse und Vorteile bringen.
Dazu ist allerdings das passende politische Umfeld erforderlich. Der Bericht empfiehlt Politikern fünf Punkte, um das Potenzial und die Vorteile der Energiespeicher zu erschließen:
Weiter als nur an Kosten denken: Die billigste ist nicht immer die beste Lösung

Ganzheitliche Fallstudien betreiben: nicht nur die allgemeinen Kosten berücksichtigen

Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und Regulierungsbehörden, um die Entwicklung flexibler Märkte zu beschleunigen

Förderprogramme und geeignete Rahmenbedingungen für den Speicherausbau schaffen

Energiespeicher als Schlüsselkomponente des Netzausbaus erkennen

Zum kompletten Bericht: www.worldenergy.org/