Renault gründet Tochter für Smart Grids

Der französische Autobauer Renault expandiert über eine neue Tochtergesellschaft in Intelligente Stromnetze („Smart-Grids“). Dieser Bereich sei für den Ausbau des Elektromobilitätsgeschäfts von grundlegender Bedeutung, erklärte ein Renault-Sprecher. Die neue Tochter „Renault Energy Services“ solle ähnlich wie ein Start-up funktionieren, hieß es, und auf diese Weise Renault „bei der Entwicklung und Investition in die Fahrzeug-zu-Netz-Interaktion sowie bei intelligenten Ladetechnologien unterstützen“. Die Idee, Elektroautos mit dem Stromnetz zu verbinden, ist nicht neu. Auch Renault zielt darauf ab, die in den Fahrzeugen verbauten Batterien als temporäre Stromspeicher zu nutzen. In Phasen des Energieüberangebots werden die Autos aufgeladen, bei ansteigender Nachfrage speisen sie überschüssigen Strom zurück ins Netz.

Renault verbindet mit dem Konzept strategische Pläne: Die Investition in das neue Geschäft werde Renault helfen, den Marktanteil für Elektroautos in Europa zu erhöhen, sagte Gilles Normand, der bei Renault als „Senior Vice President“ für Elektrofahrzeuge zuständig ist. Renault-Chef Carlos Ghosn hatte vergangene Woche eine Modelloffensive im Markt für Elektrofahrzeuge angekündigt. Renault will künftig acht weitere batteriebetriebene Wagen und zwölf Hybridfahrzeuge in den Handel bringen. Mit dem Kleinwagen „Zoe“ und dem Kabinenroller „Twizy“ hat Renault bislang bereits Elektroautos in Europa im Angebot. Elektroautos würden künftig einen bedeuteten Beitrag zum Geschäft von Renault leisten, sagte Ghosn. Andere Autohersteller machten sich hier gerade erst auf die Reise. „Unsere Vision ist jetzt ein profitables Kerngeschäft“, betonte Ghosn.

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