Bild: Energie AG

Österreich erkennt Bedeutung von Pumpspeicherwerken

Ebensee, den 2. September 2017- Die Umweltverträglichkeitsprüfung für das geplante Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee ist abgeschlossen. Die Energie AG wartet mit der Errichtung zwar noch, das Management rechnet aber mit steigendem Bedarf nach Kraftwerken dieser Art.

Das geplante Kraftwerk soll die fast 500 Meter Fallhöhe vom Rumitzgraben hinter dem Sonnstein zum Traunsee nutzen. Die 150-Megawatt-Anlage bestünde aus einem Speichersee mit 1,35 Millionen Kubikmeter Wasser, das über einen Schacht zum fast 500 Meter tiefer gelegenen Traunsee abgelassen werden kann, um dort eine Turbine zu anzutreiben. Die Energie AG rechnet mit 150 Millionen Euro Investitionskosten und einer Bauzeit von drei bis vier Jahren.

„Grüne Batterie“

Die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde jetzt abgeschlossen, der positive Bescheid ist rechtskräftig. Gebaut wird das Kraftwerk vorerst allerdings noch nicht. Die Energie AG, die in Gosau und Ranna (Bezirk Rohrbach) bereits zwei Pumpspeicherkraftwerke betreibt und auch an einer Anlage in Kärnten beteiligt ist, bereitet sich aber auf die Errichtung vor. „Der Bedarf an Pumpspeicherkraftwerken steigt“, sagt Konzernsprecher Michael Frostel. „Je mehr Strom durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugt wird, desto wichtger sind flexible Speicher, um den Ausgleich zwischen Bedarf und Erzeugung herzustellen und damit auch möglichst viel erneuerbare Energie nutzbar zu machen.“

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