Neue Mobilität: Studie zu Kosten für Infrastrukturentwicklung

Batterie- und brennstoffzellenangetriebene Fahrzeuge sind marktreif, doch der Ausbau der Tank- und Ladeinfrastruktur hinkt hinterher. Einen Vergleich der Kostenentwicklung von beiden Infrastrukturen hat das Jülicher Forschungszentrum im Auftrag des Wasserstoff-Tankstellenbetreibers H2 Mobility erstellt und Zwischenergebnisse der Szenarioanalyse auf der f-cell, der internationalen Fachmesse für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien, vorgestellt. Energate berichtet darüber.

Die Ergebnisse zeigen in der Zusammenfassung, dass die Kosten in direktem Zusammenhang zur jeweiligen Marktdurchdringung stehen. Kurzfristig sei die batterieelektrische Mobilität günstiger, doch langfristig sei der Ausbau des Brennstoffzellen-Tankstellennetzes mit bis zu elf Milliarden Euro billiger als ein Ladenetz für batterieelektrische Fahrzeuge. Die Kosten für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für 20 Millionen batterieelektrische Autos beziffern die Studienmacher auf 51 Milliarden Euro. Demgegenüber stehen 40 Milliarden Euro, die in der Studie für ein Wasserstoff-Tankstellennetz entsprechender Größe veranschlagt werden. Mindestens solange die Marktdurchdringung deutlich unter zehn Millionen Autos bleibe, sehen die Studienautoren den Kostenvorteil auf Seiten der batterieelektrischen Mobilität. Doch langfristig seien insbesondere die notwendige Stromnetzmodernisierung und der Bedarf an Schnellladesystemen relevante Kostentreiber für batterieelektrische Infrastruktur.

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