Abschlusserklärung der BVES-Klausurtagung 2018: Energiespeicher – Schlüsseltechnologie der Energiewende

Der BVES bündelt in seiner Abschlusserklärung der BVES-Klausurtagung in Blieskastel Kernpunkte zur Realisierung der Energiewende mithilfe von Energiespeichern als Schlüsseltechnologie. Die Kernpunkte verdeutlichen aktuellen energiepolitischen Handlungsbedarf, der auf der BVES-Klausurtagung im Austausch mit Industrie, Politik und Forschung identifiziert und diskutiert wurde.

Der BVES ist überzeugt, dass die Energiewende in Deutschland und Europa vollzogen werden kann und gleichzeitig die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit unseres Energiesystems gewahrt bleiben. Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass sich CDU/CSU und SPD bereits in ihren Sondierungsergebnissen zum Ausbau der erneuerbaren Energien bekannt haben sowie Speichertechnologien und die Sektorenkopplung unterstützen wollen. Diese Bekenntnisse gilt es nun zu ergänzen, fortzuschreiben und vor allem: umzusetzen.

Wesentliche Schritte werden in den Kernpunkten der BVES-Abschlusserklärung zusammengefasst:

  • Speicher sind zeitliche Verzögerungselemente und damit eine eigenständige vierte Säule des Energiesystems neben Erzeugung, Transport und Verbrauch. Dies ist im Energierecht systemisch zu berücksichtigen.
  • Der Rechtsrahmen für Speicher ist darauf aufbauend zu vereinheitlichen, um Errichtern und Betreibern die Umsetzung von modernen Geschäftsmodellen zu ermöglichen aber auch etwa Netzbetreibern den Zugriff auf Speicherkapazitäten zu eröffnen.
  • Bestehende Diskriminierungen wie der Letztverbraucherstatus von Speichern und die daraus folgende doppelte Belastung von eingespeicherten Strommengen, sind abzuschaffen. Gleichzeitig gilt es, den Zugang zu den Märkten für Systemdienstleistungen wie etwa die Primärregelenergie technologieoffen zu regeln und etwa überhöhte Anforderungen an Mess-, Nachweiskonzepte und Anschlussbedingungen zu beseitigen.