ENERGIESPEICHER – Vierte Säule des Energiesystems

ENERGIESPEICHER – Vierte Säule des Energiesystems

Berlin, 19. September 2017 – Die Einordnung von Speichern als vierte Säule des Energiesystems und eine neue bundesweite Speicherstrategie sind die zentralen Forderungen eines Positionspapiers, das die breite Allianz aus BEE, BNE, BVES, BWE, DIHK und ZVEI Bundespolitikern zur anstehenden Bundestagswahl vorgelegt hat.

Der BVES erläutert hierzu, dass die neue Legislaturperiode mit politischer Handlung starten muss, wenn die Energiewende erfolgreich fortgeführt werden soll. Dabei muss sich das systemdienliche Potenzial von Speichern endlich entfalten sowie der volkswirtschaftliche Nutzen im Fokus stehen. Ein Energiesystem mit hoher Integration von erneuerbaren Energien benötigt Speicher als zusätzliche Flexibilitätsoption. Die hohen Kosten der zunehmenden Redispatchmaßnahmen in Deutschland führen diese Abhängigkeit deutlich vor Augen. Der bestehende ordnungspolitische Rahmen zwingt Speicher jedoch in ein Korsett, das sie in der Ausübung dieser Schlüsselfunktion hemmt. Damit wird ihr volkswirtschaftlicher Mehrwert nur begrenzt ausgeschöpft, obwohl Speicher längst Marktreife erlangt haben und deutsche Innovationen weltmarktführend sind.

In ihrer gemeinsamen Position teilen die Verbände die jüngsten Einschätzungen der EU-Kommission und des Bundesrates zur bedeutungsvollen Rolle von Speichern in einem emissionsneutralen Energiesystem. Zu den Handlungsempfehlungen der EU-Kommission und des Bundesrates zählen die Abkehr von der situationsbezogenen Betrachtung von Speichern als Erzeuger oder Letztverbraucher sowie die Einführung einer Speicherstrategie auf Bundesebene, die der multifunktionalen Rolle von Energiespeichern im Energieversorgungssystem gerecht wird und diese fördert.