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Energy Storage Europe 2018: Konferenzprogramm online

Das Konferenzprogramm zur Energy Storage Europe 2018 ist online erhältlich.

Die Energy Storage Europe (ESE) – Leitmesse der Speicherindustrie – findet 2018 wieder auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Der BVES ist ideeller Träger der ESE Energy Storage Europe und wird als kompetenter Ansprechpartner für Mitglieder, Interessenten und die gesamte Speicherbranche vom 13. bis 15. März wieder auf der ESE vertreten sein.

Begleitet wird die Messe von einem abwechslungsreichen Konferenzprogramm, das nun online einsehbar ist.

Notieren Sie sich den Termin für die ESE 2018 vom 13. bis 15. März 2018 schon jetzt und planen Sie einen Besuch ein oder entscheiden sich als Aussteller mit dabei zu sein.

Mehr Infos unter: www.energy-storage-online.de und in unserer BVES-Geschäftsstelle.

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Stellungnahme zur aktuellen Potentialeinschätzung von Energiespeichern in den GroKo-Sondierungen

Mehr Flexibilität ins Energiesystem

Die ersten Zwischenergebnisse der GroKo-Sondierungen zeigen, dass Energiespeicher ein zentrales Thema für das Energiesystem und das Gelingen der Energiewende sind. Der BVES begrüßt es daher sehr, dass Union und SPD bereits in den ersten Zwischenergebnissen der Sondierung den gemeinsamen politischen Willen bekundet haben, sich für eine bessere Integration von Energiespeichern in das Energiesystem einzusetzen.

Gleichzeitig kritisiert der BVES jedoch, dass dieser politische Wille nicht mit einem konkreten Handlungsauftrag verbunden ist. Die aufgenommene Formulierung, dass die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Speichertechnologien überprüft werden sollen, ist eine reine politische Absichtserklärung, die so bereits im Koalitionsvertrag von 2013 zwischen Union und SPD festgeschrieben wurde. Für die damals bereits verabredete Evaluierung der Rahmenbedingungen für Speicher ist zu diesem Zeitpunkt kein Ergebnis bekannt und wenn erfolgt, ist sie bisher folgenlos geblieben.

Für die kommende Legislatur erwartet der BVES nun konkretere Verabredungen, die dem hohen Potential von Speichern und der wachsenden Bedeutung von Speichern endlich gerecht werden.

Das Kernproblem der Einstufung von Speichern als Letztverbraucher und die damit verbundene Doppelbelastung der gespeicherten Energie muss endlich beseitigt werden. Damit wird nicht nur die Energiewende flexibilisiert und dynamisiert, sondern auch der technologische Vorsprung der deutschen Speicherindustrie endlich in den Markt gebracht. Wenn die aktuell noch falschen Rahmenbedingungen bestehen bleiben, wird dieser Vorsprung verspielt und ein weiteres Hochtechnologiefeld im internationalen Wettbewerb aufgegeben.

Deutschland braucht endlich eine konsistente Speicherstrategie. Dabei sind Energiespeicher als vierte unabhängige Säule des Energiesystems aufzustellen – Speicherung als eigenständige Säule neben Erzeugung, Transport und Verbrauch von Energie.

„Das Potential von Energiespeichern für ein sicheres und nachhaltiges Energiesystem und zusätzlich auch für unsere Volkswirtschaft ist enorm“, fasst Urban Windelen, BVES-Bundesgeschäftsführer, zusammen. „Jetzt gilt es aber endlich, dieses Potential nicht wieder mit zaghaften Absichtserklärungen zu verspielen, sondern mit einem konkreten Handlungsauftrag rasch zur Entfaltung zu bringen“, so Windelen.

Nachtrag:

Auf die Zwischenergebnisse folgen Ergebnisse, die Schritte zu einem besseren Weg markieren: Der BVES begrüßt die politische Willensbekundung, „die Sektorenkopplung in Verbindung mit Speichertechnologien voranzubringen“ und die Erkenntnis, dass Speichertechnologien und Sektorenkopplung wesentliche Grundlagen für den Ausbau von Erneuerbaren Energien und für die Erreichung der Klimaschutzziele sind.

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Online-Seminar “Speichereinsatz im Unternehmen” von BVES und DIHK

Der BVES und der DIHK haben am 16. Oktober ein gemeinsames kostenfreies Webinar zum Thema “Speichereinsatz im Unternehmen” veranstaltet, um Geschäftsmodelle und die technischen und regulatorischen Hintergründe zu erläutern.

Der Einsatz von Stromspeichern in Unternehmen wird immer beliebter, da Energiespeicher multifunktional wie ein Schweizer Taschenmesser sind. Sie können sehr unterschiedlich zum Einsatz kommen: zur Erhöhung der Eigenversorgungsquote, Spitzenkappung beim Netzbetrieb oder auch Teilnahme am Regelenergiemarkt.

Gleichzeitig sind beim Speichereinsatz aber auch einige Fallstricke und Hürden zu beachten. So hängt es vom gewählten Geschäftsmodell ab, welche Steuern und Umlagen bei der Ein- und Ausspeicherung des Stroms zu zahlen sind. Auch die Frage, welche Speichertechnologie geeignet ist, taucht immer wieder auf.

 

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Plug-In-PV-Entscheidung: Positives Signal für Kleinspeicher

Der Verband der Elektrotechnik (VDE) und der Deutschen Kommission Elektrotechnik (DKE) haben ein Normungsverfahren zu deutschen Sicherheitsbestimmungen für elektrotechnische Geräte abgeschlossen. Ein Hauptergebnis ist, dass Verbraucher steckbare Mini-Solaranlagen zur privaten Stromerzeugung direkt an normale Haushaltsstromkreise anschließen dürfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), Greenpeace Energy und verschiedene Forschungsinstitute wie das Fraunhofer ISE hatten das Normungsverfahren durch wiederholte Gutachten angeregt, in welchen die Sicherheit moderner Mini-Solaranlagen belegt wurden. Hintergrund der Initiativen war der Widerstand von Netzbetreibern in Deutschland, die den Steckdosenanschluss der Mini-Solaranlagen mit Bezug auf die technisch überholte Norm VDE 0100-551 untersagten und Verbraucher auf diese Weise verunsicherten. In anderen europäischen Staaten wie der Schweiz, Portugal oder Österreich hingegen, konnten die steckbaren Solarmodule, die auch unter dem Namen “Balkon-PV” oder “Plug-In-PV” bekannt sind, problemlos an die häusliche Steckdose angeschlossen werden.

Nun wurde die alte Norm VDE 0100-551 in dem Normungsverfahren des VDE und der DKE geprüft und angepasst. Nach Angaben des VDE wird die Vornorm DIN VDE V 0100-551-1 auch in die europäische und internationale Normung eingebracht. Außerdem arbeiten Experten im Verband an der Veröffentlichung eines Standards zu einer speziellen Energiesteckvorrichtung für die Einspeisung in einem separaten Stromkreis, der ebenfalls kurz vor der Fertigstellung steht.

Experten des BVES bereiten aktuell ähnliche Anforderungen für den Einsatz von Kleinspeichern im Endstromkreis vor. Ziel ist, dass solche Produkte mit maximal möglicher Sicherheit installiert werden können. Derzeit wird geprüft, bis zu welcher elektrischen Leistung Kleinspeicher von Endkunden selbständig angeschlossen werden können. Der BVES entwickelt hierzu einen Leitfaden, der mit dem DKE abgestimmt werden soll.

Die Veröffentlichung des BVES-Leitfadens für den Einsatz von Kleinspeichern im Endstromkreis wird abschließend über den BVES bekannt gegeben.

Stellungnahme für einen diskriminierungsfreien Regelenergiemarkt

Der BVES bringt seine Position zur EU-Guideline for System Operation (nachfolgend GL SO) mit einer Stellungnahme zu dem Antrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber, die sicherzustellende Mindestaktivierungszeit für die Präqualifikation von Energiespeichern für die Teilnahme am Primärregelleistungsmarkt zu verlängern, erneut ein. Die Weiterentwicklung der GL SO hat der BVES durch intensiven Austausch begleitet und Lösungsansätze unterbreitet, die den Grundsatz der Gleichbehandlung aller Anbieter von Primärregelleistung (PRL) einhält. Denn der europäische Energiesystembetrieb soll mit der GL SO harmonisiert werden und die Liberalisierung der europäischen Strom- und Gasmärkte vorangetrieben werden. Eine Erhöhung der sicherzustellenden Mindestaktivierungszeit für eine bestimmte Gruppe der Marktteilnehmer widerspricht diesen Zielen.

Artikel 156 (9) des GL SO soll regeln, wie technische Einheiten mit einem begrenzten Energiereservoir – und damit auch Energiespeicher – am Regelenergiemarkt teilnehmen können und welche technischen Anforderungen dazu zu erfüllen sind. Der BVES unterstützt die Position der EU-Kommission, dass eine Vorhaltung von 15 Minuten in allen Fällen des aktuellen Regelenergiesystems und für alle Technologien ausreicht und dass ein gemeinsamer europäischer Markt wie der Regelenergiemarkt zwingend einheitliche Zugangsregelungen benötigt.

Lösungsbedarf besteht insbesondere hinsichtlich einer Ausnahmeregelung, die derzeit Rechts- und Investitionsunsicherheit schafft. Im Folgesatz des Artikels 156 der GL SO wird ermöglicht, dass ein Übertragungsnetzbetreiber von den 15 Minuten-Leistungserbringung abweichen und bis zu 30 Minuten für seine Regelzone festlegen kann, wenn er die Notwendigkeit hierzu belegt und dies durch die Aufsichtsbehörde genehmigt wird. Die parallellaufende, zweijährige Cost-Benefit-Analyse der ENTSO-E zur Festsetzung der 15 Minuten- oder der 30 Minuten-Regel sorgt für weitere Rechtsunsicherheit.

Weiterhin vermittelt der BVES hinsichtlich der deutschen Übersetzung der GL SO. In der deutschen Übersetzung wurde der Begriff „unit with limited energy reservoir“ mit „Energiespeicher“ gleichgesetzt, obwohl „Energiereservoir“ passgenauer ist.

Der BVES setzt sich im GL SO-Prozess für einen stabilen, rechtssicheren und vor allem diskriminierungsfreien Zugang zum Regelenergiemarkt für die Energiespeicherbranche ein. Batteriespeicher reagieren innerhalb von Millisekunden auf Frequenzschwankungen im Netz und fahren den gewünschten Frequenzwert punktgenau an. Die Einführung eines 30 Minuten-Kriteriums nur für Energiespeicher bedeutet eine massive Benachteiligung, verletzt den Grundsatz eines einheitlichen Marktes und verhindert damit den sinnvollen Zugang von Speichertechnologien zum Regelenergiemarkt.

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Jetzt erhältlich: Messkonzept für gemischte Speicherbetriebsmodelle

Der BVES hat gemeinsam mit Speicherbetreibern, Netzbetreibern und Messstellenbetreibern ein Messkonzept für gemischt betriebene Energiespeicher erstellt. Das Messkonzept stellt eine wesentliche Grundlage für die rechtssichere Umsetzung der Vorgaben aus § 61k EEG.

Der im vergangenen Dezember geschaffene Paragraph ermöglicht erstmalig die breite Integration von gemischten Speicherbetriebsmodellen in das Energiesystem. Der BVES hat lange für die Ermöglichung eines gemischten Speicherbetriebs gekämpft und hat nun im nächsten Schritt auch ein Messkonzept erarbeitet, welches die rechtlichen Anforderungen in die notwendige Mess- und Zähltechnik übersetzt. Ziel des Konzeptes ist es zum einen, gemischten Speicherbetriebsmodellen den Marktzugang zu erleichtern und zum anderen Verteilnetzbetreibern rechtliche und steuerrechtliche Sicherheit zu geben. Das Messkonzept wurde im Rahmen eines BVES-Workshops umfangreich diskutiert, zu dem Vertreter aus dem Bundestag und der Bundesregierung, der Bundesnetzagentur und der EEG-Clearingstelle sowie Vertreter aus der Energiewirtschaft und der politischen Interessenvertretung geladen waren. Im nächsten Schritt wird das BVES-Messkonzept beim Regelermittlungsausschuss der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) vorgestellt.

Erhältlich ist das Messkonzept gegen eine geringe Schutzgebühr bei der BVES-Geschäftsstelle. Die Schutzgebühr beträgt für BVES-Mitglieder 100 Euro und für Nicht-Mitglieder 150 Euro.

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Energy Storage Europe baut in Kooperation mit der Peter Sauber Agentur den Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen weiter aus

Die beiden Trägerverbände BVES und DWV unterstützen die Zusammenarbeit

Die Energy Storage Europe wächst weiter. Dafür sorgt nun auch die Kooperation mit der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH. Der Veranstalter der Fach- und Netzwerkveranstaltung f-cell in Stuttgart fördert seit fast zwei Jahrzehnten die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie.

„Herr Sauber und sein Team werden mit ihrer Expertise und ihren langjährigen und verlässlichen Kontakten in die Branche eine Bereicherung für die Energy Storage Europe und unser globales Veranstaltungsportfolio sein. Zusammen werden wir das Produktportfolio der Leitmesse für Energiespeicher auf die nächste Ebene heben“, sagt Bastian Mingers, Leiter Energy Storage Europe bei der Messe Düsseldorf GmbH.

Auch Peter Sauber sieht der Kooperation voller Vorfreude und Engagement entgegen. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Energy Storage Europe. Wir sind uns sicher, dass unsere internationalen Kontakte in diese Sektoren einen Beitrag für die weitere Erfolgsstory leisten werden. Beide Formate, f-cell und Energy Storage Europe sind in ihrer jeweiligen Ausrichtung einzigartig“, so Peter Sauber, Geschäftsführer der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH.

Urban Windelen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher e.V. (BVES) und Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes e.V. (DWV) unterstützen diese Bündelung der Kräfte. „Nur in der engen Zusammenarbeit zwischen den Technologien kann die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft erfolgreich sein.“ so Windelen und Diwald.

 

Die Energy Storage Europe 2018 findet vom 13. bis 15. März 2018 auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Die f-cell 2018 findet vom 18. bis 19. September 2018 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt.

 


Über die f-cell 2018 | Haus der Wirtschaft, Stuttgart
Die f-cell begleitet die Brennstoffzelle von der Forschung bis in den Markt und zeigt die neuesten Wasserstofftechnologien. Praxisbeispiele präsentieren sich live im kleinen und großen Rahmen. Das Marktplatz- und Matchmakingangebot dient dem persönlichen Austausch innerhalb der Brennstoffzellen- und Wasserstoffbranche. Die nächste f-cell findet vom 18. bis 19. September 2018 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. Mehr Informationen unter www.f-cell.de

Über die Energy Storage Europe 2018 | Messegelände Düsseldorf

Die Energy Storage Europe ist die Fachmesse für die globale Energiespeicherindustrie und flexible Sektorenkopplung mit dem weltgrößten Konferenzprogramm zu Energiespeicherlösungen und deren Applikationen. Die Messe wuchs in 2017 um rund 35 Prozent auf mehr als 4.200 Besucher aus über 55 Ländern. Es präsentierten sich über 160 Aussteller. Die Konferenzen umfassen die 7. Energy Storage Europe Conference (ESE) der Messe Düsseldorf und die 12. International Renewable Energy Storage Conference (IRES) von EUROSOLAR e.V. Themenschwerpunkte sind Wirtschaft und Finanzen (ESE) sowie Wissenschaft und Gesellschaftspolitik (IRES). www.energy-storage-online.de

Über den DWV

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) ist seit 1996 als Interessenverband auf die Förderung einer zügigen Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie ausgerichtet. Ziel ist es, alle Aspekte einer künftigen Versorgungsinfrastruktur mit Wasserstoff, dessen Herstellung und energetische Nutzung – insbesondere die Energieumwandlung mittels Brennstoffzellen – in eine Sach- und Perspektivdiskussion einzubringen sowie die Marktentwicklung aktiv mitzugestalten. Unsere 226 persönliche Mitglieder und 88 Mitgliedsinstitutionen und Unternehmen stehen für bundesweit mehr als 1,5 Millionen Arbeitsplätze; der Verband repräsentiert somit einen bedeutenden Teil der deutschen Wirtschaft www.dwv-info.de

 

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BVES-Gastkommentar: Messkonzepte für gemischte Speichermodelle

Im Energate Messenger gibt Helena Teschner, BVES-Referentin Politik und Regulierung, einen Gastkommentar zu Messkonzepten für gemischte Speichermodelle:

“Eine Entlastung von Speichern im Rahmen des EEG ist auf den Weg gebracht. Allein, es fehlen noch die geeigneten Messkonzepte, schreibt Helena Teschner vom Bundesverband Energiespeicher (BVES) in einem Gastkommentar: “Speicher sind ein “Schweizer Taschenmesser”, das ideale Multifunktionswerkzeug, um lokal und regional, systemdienlich und sektorenübergreifend die notwendige Flexibilität zu erbringen. Mit der Schaffung des Paragraphen 61k EEG im vergangenen Dezember hat der Gesetzgeber einen Grundstein gelegt, um modernen, netzdienlichen Betriebsweisen den Weg zu ebnen. Grundsätzlich können damit nicht nur netzgekoppelte, sondern auch dezentrale und gemischt genutzte Speicher eine Befreiung von der EEG-Umlage für die eingespeicherten Strommenge geltend machen. Eigenverbrauchsmodelle mit einer Leistung von unter zehn kW sind nun auch im sogenannten gemischten Betrieb zulässig.

Massentaugliche Messkonzepte sind gefragt
In der Praxis wird der Paragraph dadurch anwendbar, dass die einzelnen Energieflüsse in und aus dem Speicher trennscharf zugeordnet werden. Zur breiten und rechtssicheren Umsetzung braucht es Messkonzepte, die massenmarktfähig und verhältnismäßig sein müssen. Massenmarktfähig bedeutet, dass ein Messkonzept ohne aufwändige Verhandlungen mit jedem einzelnen der circa 850 Netzbetreiber sofort für jede Anlagenkonstellation umsetzbar sein muss. Verhältnismäßig bedeutet, dass die Messtechnik die vom Gesetzgeber geforderten Anforderungen komplett erfüllt, aber auch sichergestellt ist, dass die aus dem gemischtem Speicherbetrieb resultierenden Vorteile nicht durch überbordende Messanforderungen aufgezehrt werden. Der Bundesverband Energiespeicher hat lange für die Ermöglichung eines gemischten Speicherbetriebs gekämpft. Um nach der Einführung des Paragraphen 61k EEG auch die Anwendung in der Praxis zu erleichtern, hat der Verband nun auch ein Messkonzept erarbeitet, welches die rechtlichen Anforderungen in die notwendige Mess- und Zähltechnik übersetzt. Um die Möglichkeiten des gemischten Speicherbetriebs nun auch breit ins Energiesystem zu integrieren, gilt es das gemeinsame Messkonzept zur breiten Anwendung zu bringen. In vielen Diskussionen mit Netzbetreibern, Politik und Regulierung haben wir das Messkonzept vorgestellt und erläutert. Hier werden wir weiter um Vertrauen werben und sind dazu auch im Austausch mit dem Regelermittlungsausschuss der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sowie verschiedenen Eichämtern.

Verbändeallianz fordert neue Speicherstrategie
Die rechtliche Verankerung gemischter Speicher in Paragraph 61k EEG wird in Verbindung mit dem BVES-Messkonzept in der Praxis einsatzfähig. Nach dem Teilerfolg mit dem Paragraphen 61k EEG fehlt jedoch weiter eine konsistente Speicherstrategie. Wesentlich für eine breite Einbindung von Speichern in unser Energiesystem ist die grundsätzliche rechtliche Aufstellung von Speichern als vierte Säule des Energiesystems neben Erzeugung, Transport und Verbrauch. Der BVES fordert in Allianz mit BEE, BNE, BWE, DIHK und ZVEI die bundesweite Umsetzung einer entsprechenden Speicherstrategie. Eine einhellige Forderung als starkes Signal an die Politik, die unter der Fahne Jamaikas gute Voraussetzungen hat, neuen Fahrtwind aufzunehmen. /Helena Teschner”

 

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Querschnittsthema Speicher in der Energieforschung

Das zentrale Element im zukünftigen Energiesystem sind Speicher. In der Entwicklung und Forschung zur Energiewende kommt ihnen daher die verbindende Rolle als Querschnittsthema zu. Vor diesem Hintergrund spricht sich der BVES in einem Positionspapier an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) dafür aus, dass Speichertechnologien in allen sieben Forschungsnetzwerken (FNW) des siebten BMWi-Energieforschungsprogramms (EFP) integriert sind. Der Ansatz ist weiterhin von Vorteil, da Speichertechnologien am besten in konkreten Anwendungen erforscht und weiterentwickelt werden.

Der BVES unterstützt die technologieoffene Marktetablierung von Energiespeicherlösungen und identifiziert aktuellen Forschungsbedarf im Bereich der Kostensenkung, Effizienzsteigerung, Sicherheitserhöhung und der Energiesystemintegration von Speichertechnologien. Der Einbezug von Speichertechnologien als Querschnittsthema in allen sieben FNW zu „Erneuerbare Energien (PV/Wind)“, „Gebäude und Quartiere“, „Industrie und Gewerbe“, „Systemanalyse“, „Energetische Biomassenutzung“, „Flexible Energieumwandlung“ und „Stromnetze“ ermöglicht die erforderliche Bearbeitung des Forschungsbedarfs.