Flexibilitätsoption Energiespeicher verstärkt berücksichtigt

Neuer Szenariorahmen für Netzentwicklungsplan berücksichtigt vermehrten Speicherzubau

Der BVES begrüßt, dass die Bundesnetzagentur erstmals vertieft Energiespeicher im Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan 2019-2030 als wichtige Flexibilitätsoption anerkennt. Als Referenz dient die jährlich aktualisierte BVES-Brancheneinschätzung zur Entwicklung von Energiespeichern auf verschiedenen Netzebenen. Die Bundesnetzagentur übernimmt in Übereinstimmung mit den Konsultationsteilnehmer die BVES-Werte unter Berücksichtigung des Koalitionsvertrages in die Szenariorahmen.

In den Szenariorahmen wird die Schlüsselrolle von Energiespeichern für ein nachhaltiges Energiesystem erneut deutlich. Die Potentialentfaltung von Energiespeichern wird allerdings unter den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen stark gehemmt. Ein Speicher wird rechtlich nicht als Speicher eingeordnet, sondern als Erzeuger oder Letztverbraucher. Vor diesem Hintergrund unterstreicht der BVES seine Forderung nach rechtlichen Anpassungen, die die Integration von Energiespeichern als vierte Säule des Energiesystems neben Erzeugung, Transport und Verbrauch ermöglichen und ein Level-Playing-Field für Flexibilitätsoptionen schaffen. „Speichertechnologien sollen vorangebracht werden“ – das ist der klare Handlungsauftrag im Koalitionsvertrag, der nun umgesetzt werden muss.

Flexible Speicher: Eine einfache Lösung gegen steigende Netzengpasskosten

  • Die steigenden Kosten für das Netzengpassmanagement können sehr effizient über die Systemintegration von flexiblen Energiespeichern eingedämmt werden und so zugleich Abregelung verhindert sowie der Ausbau von erneuerbaren Energien auf hohem Niveau fortgesetzt werden.
  • Energiespeicher ermöglichen die zeitliche und örtliche Entkopplung von Energieproduktion und Energieverbrauch. So optimieren sie gleichzeitig die Systemeffizienz hinsichtlich der Kosten und der Klimaverträglichkeit.
  • Der Auftrag der Bundesregierung aus dem Koalitionsvertrag ist dringend umzusetzen.

 

Berlin, 8. Juni 2018 – Es ist ein wiederkehrendes Ritual: Die Kosten für das Netzengpassmanagement steigen jährlich und drastisch an. Im Jahr 2017 sind die Netzengpass-Bewirtschaftungskosten nach eigenen Angaben der Übertragungsnetzbetreiber schon bei insgesamt etwa 1,5 Milliarden Euro angekommen.

Der Aussage des Amprion-Geschäftsführers Hans-Jürgen Brick (Veranstaltung BDI, 04.06.2018), nun könne nicht tatenlos zugeschaut werden, „wie aus 1,5 Milliarden vier Milliarden“ würden, stimmt der BVES vollumfänglich zu. Einzig scheint der sich weiter verzögernde Netzausbau nicht mehr das alleinig geeignete Mittel zu sein, diese Kosten in den Griff zu bekommen. Seit Jahren fordert der BVES die steigenden Kosten auch durch die Flexibilisierungsoption Energiespeicher begrenzen zu können.

Angesichts der Dringlichkeit der Realisierung ambitionierter Klimaziele, ist eine Abregelung sowie Drosselung des Zubaus von erneuerbaren Energien zur Geschwindigkeitsanpassung an den stockenden Netzausbau keine passende Strategie. Die steigenden Netzengpasskosten können sehr effizient über die Systemintegration von flexiblen Energiespeichern eingedämmt werden. Energiespeicher sind auf allen Spannungsebenen netzstabilisierend einsetzbar, um fluktuierende Erzeugung oder Verbrauchsspitzen zu glätten und Netzengpässe auszugleichen. Dabei können Speicher ihre Vorteile in einem Verhältnis 1:10 gegenüber fossilen rotierenden Massen ausspielen (5 MW Speicher ersetzen bis zu 50 MW fossile Turbinenleistung). Zudem verbessern Energiespeicher die klimafreundliche Systemeffizienz beim Einsatz zur flexiblen Sektorkopplung.

Damit Energiespeichertechnologien ihr Potenzial zur Steigerung der Systemeffizienz endlich einbringen können, braucht es die Umsetzung der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung genannten Ziele. Dem dort genannten Vorsatz, „die Versorgungssicherheit [ist] in allen Teilen Deutschlands weiterhin sicherzustellen und die EEG- und Systemkosten [sind] so gering wie möglich zu halten“, müssen nun Taten folgen. Auch und insbesondere durch die Umsetzung eines weiteren Vorhabens aus dem Koalitionsvertrag: „Wir werden die unterschiedliche Belastung von gespeicherter Energie prüfen und vereinheitlichen.“

„Energiespeicher bringen die dringend benötigte neue Flexibilität in unser Energiesystem. Durch Speicherung steht Leistung flexibel und schnell zur Verfügung, wenn sie gebraucht wird. Das ist eine wesentliche Eigenschaft, die ein nachhaltiges Energiesystem braucht. Aber Speicher sind Speicher und eben keine Verbraucher. Der Koalitionsvertrag weist den richtigen Weg. Die Letztverbraucherabgaben für Speicher sind endlich zu beseitigen.“ so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES.

Für faire Spielregeln am Netz – Innovative Energiespeichertechnologien brauchen diskriminierungsfreie Anwendungsregeln

Der BVES hat sich im Aktualisierungsprozess der technischen Anschluss- und Anwendungsregeln (TAR) für eine faire und diskriminierungsfreie Ausgestaltung der Anforderungen in den zuständigen Gremien des VDE-Forums Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) stark gemacht. Faire Spielregeln bei der Netzintegration von innovativen Energietechnologien auf allen Spannungsebenen sind eine Voraussetzung für die erfolgreiche Energiewende. Vor diesem Hintergrund forderte der BVES Anforderungen, die technologieoffen ausgestaltet und von den verschiedenen Energiespeichertechnologien eingehalten werden können. Der Verband setzte sich hierbei insbesondere für die Öffnung der Anschlussbedingungen für Redox-Flow-Technologien und weitere Batterietechnologien ein, um den Marktzugang nicht zu erschweren und gleichzeitig die Anschlussbedingungen zukunftsoffen zu gestalten. Generell begrüßt der BVES die verbesserte Verlässlichkeit für Hersteller und Planer von Speicheranwendungen, die mit der Vereinheitlichung der technischen Anschlussregeln (TAR) auf nationaler Ebene verbunden ist.

 

Hintergrundinformationen zum Aktualisierungsprozess der TAR:

Zur nationalen Umsetzung der europäischen Network Codes „Requirements for Generators“ (NC RfG) ist die grundlegende Überarbeitung der bisherigen TAR und die Vereinheitlichung des VDE Vorschriftenwerkes erforderlich. Das FNN hat die TAR für Mittel- (4110), Hoch- (4120) und Höchstspannung (4130) sowie die Anwendungsregel „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ (VDE AR N 4105) nun bekannt gegeben. Für die Mittel- und Niederspannung beinhalten die TARs erstmalig auch Anforderungen an Speichersysteme. Mit der Veröffentlichung und anschließenden Notifizierung der TARs können folglich die Grundlagen für eine Zertifizierung der elektrotechnischen Eigenschaften von Speichern erarbeitet werden. Die Verordnung zum Nachweis von elektrotechnischen Eigenschaften (NELEV) erlangt für Speicher Wirkung, sobald die für eine Zertifizierung notwendigen Prüfanforderungen durch den VDE erstellt wurden. In der Zwischenzeit gelten die Übergangsregeln der NELEV.

Veranstaltungshinweis: 7. Fachforum Thermische Energiespeicher

Der BVES, die Messe Düsseldorf und das Bayerische Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) laden zum 7. Fachforum Thermische Energiespeicher

Auf dem 7. Fachforum Thermische Energiespeicher konzentrieren sich die Expertendiskussionen auf die breit gefächerten Potentiale von thermischen Energiespeichern zur Effizienzsteigerung des Energiesystems. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Anwendungen im Gebäude und in der Industrie sowie die angewandte Forschung.

Datum: 3. und 4. Juli 2018 

Ort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Die Veranstaltung wird geleitet von Dr. Andreas Hauer, Bereichsleiter für Energiespeicherung am Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) und BVES-Präsidiumsmitglied.

 

Das Programm sowie die Anmeldungsinformationen erhalten Sie hier:

 

Bis zum 8. Juni sind Tickets zu Frühbucherpreisen erhältlich. Für BVES-Mitglieder gelten allgemein günstige Sonderkonditionen.

Stellungnahme zur Konsultation der Modalitäten für Regelreserveanbieter

Energiespeicher liefern bereits heute mit einer Leistung von ca. 170 MW an präqualifizierter Speicherleistung in der Primärregelleistung (kurz: PRL) einen wesentlichen Beitrag zur Systemstabilität in den deutschen Regelzonen. Der BVES begrüßt ausdrücklich, dass die Modalitäten für die Frequenzhaltungsreserven (FCR) und Frequenzwiederherstellungsreserven (FRR) im Rahmen der Konsultation nach Artikel 12 Abs. 4, Artikel 16 Abs. 5, Artikel 18 Abs. 5 und Artikel 34 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2017/2195 der Kommission vom 23. November 2017 zur Festlegung einer Leitlinie über den Systemausgleich im Elektrizitätsversorgungssystem vereinheitlicht werden sollen.

Der BVES, Branchenverband der Energiespeicherindustrie, setzt sich für die wettbewerbliche Weiterentwicklung des Regelenergiemarktes ein. Neue Technologien, Innovationen und Geschäftsmodelle müssen durch eine marktorientierte, technologieneutrale Regulierung angereizt werden, die Diskriminierungen beseitigt bzw. gar nicht erst zulässt. Gerade Energiespeicher und hier insbesondere Batteriespeicher erfüllen die notwendigen technischen Anforderungen an die Primärregelenergie in bisher nicht bekannter Qualität und sind damit ideal für den Einsatz in der Regelenergie.

Für den BVES von oberster Priorität ist es, einen transparenten Regelungsrahmen zu schaffen, der für alle Marktteilnehmer eine technologieoffene und verlässliche Grundlage bietet.

 

Einige im Rahmen der Vorkonsultation seitens des BVES eingebrachten Änderungsvorschläge wurden im aktuellen Dokument Präqualifikationsverfahren für Reservenanbieter (FCR, aFRR, mFRR) in Deutschland (PQ-Dokument) bereits aufgenommen. Der Verband begrüßt dies ausdrücklich und dankt für die Beantwortung der vorgebrachten Fragen.

Drei Punkte sind weiterhin von grundlegender Bedeutung:

  • Der BVES weist ausdrücklich darauf hin, dass gemäß Art. 3 „Ziele und aufsichtsrechtliche Aspekte“ der Verordnung (EU) 2017/219 ein wirksamer Wettbewerb, Diskriminierungsfreiheit und Transparenz als übergeordnete Grundsätze zu beachten sind. Ferner dürfte es sich nach der Rechtsauffassung des BVES bei den hier mit dem jeweiligen Anbieter abzuschließenden Vereinbarungen auch um allgemeine Geschäftsbedingungen im Sinne der §§ 307 ff. BGB handeln, sodass aufgrund dieser Kontrollfunktion auch unangemessene Benachteiligungen nicht wirksam einbezogen werden können.

Die Grundsätze der Verordnung dürften teilweise durch den Antragsentwurf nicht gedeckt sein und zudem gegen das Recht der allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen. Das von den ÜNB vorgeschlagene Prüfverfahren ist in seiner Ausgestaltung in wesentlichen Punkten intransparent, regelt u.a. auch keine Anhörungen und stellt eine große Mehrzahl des Ob und des Wie der Durchführung der Qualifikationsprüfung in das Ermessen der ÜNB. Dies fördert weder einen transparenten Markt noch kann hierdurch das Vertrauen der Stakeholder ausreichend gewährleistet werden.

  • Es wird an mehreren Stellen davon gesprochen, dass Speicher Regelleistung mit Hilfe einer geeigneten Nachladestrategie für eine Dauer von bis zu vier Stunden bereitstellen müssen. Dies darf nur gelten, wenn das Netz im Normalzustand ist. Im Falle des Alarmzustandes dürfen Speicher laut GL SO leer- bzw. voll-laufen. Der BVES bittet um Klarstellung und weist darauf hin, dass es für ein diskriminierungsfreies Vorgehen unabdingbar ist, im gesamten Dokument stets die aktuelle Rechtslage zu berücksichtigen bzw. zumindest jedes Mal auf das Kapitel 3.1.7 zu verweisen, in dem die Rechtslage für den „alert state“ korrekt beschrieben wird. Energiespeicher sind nicht verpflichtet eine volle Zeitverfügbarkeit über Besicherungsverträge nachzuweisen. Wenn dem so wäre, wäre die Präqualifikation nach 15 bzw. 30 Minuten hinfällig, weil der Anbieter bei einem vollen/leeren Speicher im „alert state“ Leistung über einen Besicherungsvertrag garantieren müsste.
  • Weiterhin zu konstatieren ist, dass das vorliegende Dokument in der Präqualifikation für die Primärregelleistung, und damit mutmaßlich auch in der späteren Erbringung eine Abweichung von bis zu +/-20% der Ist-Wertes vom Soll-Wert zulässt. Dies stellt ein offensichtliches Zugeständnis an konventionelle Kraftwerke von Seiten der ÜNB dar. Der BVES bittet an dieser Stelle um eine Begründung, warum es in der PRL die Schwankungsbreite von +/-20% als ausreichend erachtet, wenn in der nachgelagerten und weniger systemrelevanten SRL-Erbringung eine Abweichung von 10% des Ist-Wertes vom Soll-Wert vorgegeben wird. Es ist auch festzuhalten, dass eine 20%ige Schwankungsbreite auf europäischer Ebene einmalig ist und im Widerspruch zu den in anderen Bereichen hohen Anforderungen der ÜNB an technische Einheiten in der PRL steht. Darüber hinaus wäre es interessant zu verstehen, ob diese Schwankungsbreite auch für Energiespeicher in der PRL-Erbringung gilt. Batteriespeicher sind keine mechanischen Systeme. Sie fahren über die Leistungselektronik den gewünschten Frequenzwert punktgenau an. Ein Über- oder Unterschwingen der geforderten Leistung oder eine verzögerte Lieferung, wie etwa bei dampfgesteuerten konventionellen Anlagen sind nicht gegeben. Innerhalb von Millisekunden kann ein Batteriespeicher auf Frequenzschwankungen im Netz reagieren und diese ausgleichen.

 

Weitergehende Informationen zu den für den Verband wesentlichen Punkten im Antragsentwurf für die Festlegung der Modalitäten für die Frequenzhaltungsreserven (FCR) und Frequenzwiederherstellungsreserven (FRR) sind in der kompletten BVES-Stellungnahme aufgeführt:

 

Neue BVES-Mitglieder

Der BVES freut sich neue BVES-Mitglieder zu begrüßen:

  • Bredenoord GmbH
  • E.ON Solutions GmbH
  • Innogy Gas Storage NWE GmbH
  • Kaiserwetter Energy Asset Management GmbH
  • VNG Gasspeicher GmbH

Herzlich Willkommen und vielen Dank für Ihr Vertrauen in die Arbeit des BVES!

Wir sehen der Zusammenarbeit mit gemeinsamer starker Stimme im Bundesverband Energiespeicher mit Vorfreude entgegen.

EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie II: Energiespeicher für die Klimaziele!

Mit der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive II, RED II) aus dem EU-Winterpaket wird der EU-Rechtsrahmen für erneuerbare Energien modifiziert. In einem aktuellen Schreiben an politische Entscheider positioniert sich der BVES zu RED II.

Der BVES unterstreicht in seinem Positionspapier die hohe Bedeutung der Klimaziele gemäß dem Pariser Abkommen. Zur Erreichung höherer Anteile von Erneuerbaren im Energiemix ist die Systemintegration von Speichertechnologien von zentraler Bedeutung. Energiespeicher ermöglichen die Flexibilität, die im sektorenübergreifenden Ansatz zwischen Strom, Wärme und Mobilität zur starken Reduzierung von CO2-Emissionen gebraucht wird. Energiespeicher befördern den Weg zu einem dekarbonisierten und gleichzeitig sicheren Energiesystem. Eine große Vielfalt an Energiespeichern ist heute bereits auf dem Markt verfügbar und systemdienlich einsetzbar.

Die besondere Rolle von Energiespeichern als Schlüsselelement für die Energiewende ist in RED II dringend zu berücksichtigen. Der BVES fordert einen klaren rechtlichen Handlungsrahmen, der die Systemintegration von Energiespeichern fördert und den Energiemarkt diskriminierungsfrei regelt.

 

Weitere Informationen zum BVES-Positionspapier sind über diesen Link verfügbar.

 

Handlungsempfehlung zum Umgang mit Li-Ionen Batterien der Berufsfeuerwehr

Fundierte fachliche Einschätzung fördert den sachlichen Umgang und letztlich die Marktdurchdringung von Speichern

  • Die Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren (AGBF) und der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) erstellten mit fachlicher Begleitung durch den BVES und in Kooperation mit verschiedenen Gremien und Forschungseinrichtungen ein aktualisiertes Hinweispapier „Brandrisiko durch Li-Ionen Speichermedien“ für Feuerwehreinsatzkräfte.
  •  Die Brandschutzexperten stufen Lithium-Ionen-Speicher bei richtigem Umgang als ausreichend sicher ein und tragen so zur weiteren Versachlichung im Umgang mit den Batterietechnologien bei.

 

Vom Elektroauto über den Heimspeicher oder die Kleinbatterie – Lithium-Ionen-Batterien finden heute in vielfältigen Bereichen -stationär und mobil – Anwendung. Die Sicherheit dieser Technologie ist ein wichtiger Aspekt für die Marktdurchdringung und spielt für Verbraucher, Hersteller und Experten des Gefahrenschutzes eine wesentliche Rolle.

Der BVES setzt sich seit Jahren für verlässliche Sicherheits- und Qualitätsanforderungen ein und hat mit dem Sicherheitsleitfaden Li-Ionen-Hausspeicher noch vor den aktuellen Normungsvorhaben den Stand der Technik definiert. Entsprechend hat sich der BVES in die Neuauflage des Hinweispapiers zur Brandgefährdungseinschätzung von Lithium-Ionen-Speichermedien durch die Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren (AGBF) und den Deutschen Feuerwehrverband (DFV) fachlich intensiv eingebracht. Das Ergebnis bestätigt die derzeitigen Sicherheitseinschätzungen und trägt zur weiteren Versachlichung im Umgang mit Lithium-Ionen-Speichern bei.

Das nun veröffentliche neue Hinweispapier bietet beruflichen und ehrenamtlichen Brandschutzexperten hilfreiche Handlungsempfehlungen im Umgang mit Lithium-Ionen-Medien und beugt Fehleinschätzungen im Havariefall vor. Das Papier enthält zudem Anleitungen zur Bewertung der Aufstellsituation von Lithium-Ionen-Speichern im Gebäude auf Basis der bestehenden Norm (VDE AR E 2510-2).

 

Das Hinweispapier “Risikoeinschätzung Lithium-Ionen Speichermedien” erhalten Sie hier .

Internationale BVES-Kooperationen – Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen zu:

Australien

China

Europa

 

Australien: Der BVES auf der Australian Energy Storage Conference and Exhibition (AES 2018)

In Australien entwickelt sich der Energiespeichermarkt mit dynamischen Schwung. Groß-, Industrie- und vor allen Dingen Heimbatteriespeicher werden in Australien zunehmend zur Autarkiesteigerung und als Dieselersatz in netzfernen Gebieten eingesetzt. Der Push für den Ausbau kommt dabei insbesondere von Bundesstaaten wie South Australia. Die südaustralische Regierung fördert mit dem Battery Storage and Renewable Technology Fund (150 Millionen AUS $) Projekte, die erneuerbare Energien rund um die Uhr zur Verfügung stellen. Mit dieser Unterstützung konnte auch der weltweit größte 100 MW-Batteriespeicher von Tesla in South Australia realisiert werden. Vor diesem Hintergrund bietet Adelaide ideale Einstiegsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in den australischen Speichermarkt.

Der BVES war auf der diesjährigen Australian Energy Storage Conference & Exhibition 2018 in Adelaide, South Australia, mit einem Gemeinschaftsstand und einer “Best Practices from Germany” Speaker Session vertreten. Für mehr Informationen können Sie sic gern an die BVES-Geschäftsstelle wenden.

 

 

China:

Die Energy Storage China (ESC) ist China’s führende Konferenzmesse zu Energiespeichertechnologien. Die von der Messe Düsseldorf Shanghai veranstaltete Konferenzmesse Energy Storage China wird dieses Jahr zusammen mit der Smart Energy China organisiert. Daher wurde der diesjährige ESC-Termin auf den 19. bis 21. September in das Southlake Convention and Exhibition Center in Tangshan verlegt.

Auch dieses Jahr ist der BVES wieder mit einem BVES-Gemeinschaftsstand auf der ESC vertreten. BVES-Mitglieder können zu günstigen Sonderkonditionen an der ESC teilnehmen (mehr Informationen). Das vorläufige ESC 2018-Programm ist bereits einsehbar (mehr Informationen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.escexpo.cn und über diesen Link.

 

 

Europa: Abschlussmeldung zur Energy Storage Europe

Die Energiespeicherbranche wird nach der aktuellen Schätzung des Bundesverbandes Energiespeicher e.V. (BVES) im Jahr 2018 um rund 11 Prozent wachsen und einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro erzielen. Wesentlicher Treiber sind dabei mittelständische Unternehmen. Diese und weitere Daten zum Energiespeichermarkt veröffentlichte der BVES erstmals auf der ESE 2018 (mehr Informationen). Die Entwicklung der Energy Storage Europe spiegelt diesen Branchentrend wider: Mit insgesamt 170 Ausstellern und rund 4,500 Besuchern haben auch die diesjährige Energiespeicher-Fachmesse und die beiden Konferenzen ESE und IRES die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt.

„Weltweit bildet keine andere Messe die gesamte Bandbreite an Energiespeicherlösungen ab. Jedes Jahr treten neue Player in den noch jungen Markt ein, mit neuen technologischen Ansätzen der Energiespeicherung“, so Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

„Auf der Energy Storage Europe 2018 zeigte sich wieder das solide Wachstum der Branche über alle Speichertechnologien und die verschiedenen Anwendungen. Die ESE ist die bestimmende internationale Businessplattform für Energiespeichersysteme und der Erfolg bestätigt die vom BVES prognostizierten wachsenden Branchenzahlen“, sagt Urban Windelen, BVES-Bundesgeschäftsführer

Messe wird immer internationaler

Die Internationalisierung als weiterer Branchentrend schlägt sich auch in der Besucherstruktur der Energy Storage Europe und der IRES nieder: In diesem Jahr konnten die Veranstalter Delegationen aus Mexico, Costa Rica, El Salvador und anderen zentralamerikanischen Ländern, sowie aus Norwegen, Polen, Portugal und Griechenland begrüßen. Insgesamt besuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 61 Ländern die Konferenzen sowie die Messe.

ENERGY STORAGE EUROPE und IRES stärken Forschung und Entwicklung

Auf der diesjährigen Energy Storage Europe Conference und der 12. International Renewable Energy Storage Conference (IRES) drehte sich die Diskussion immer wieder um den erheblichen Einfluss regulatorischer Rahmenbedingungen auf die Entwicklung und Einführung von Speichertechnologien. Prof. Peter Droege, Präsident von Eurosolar e.V., betonte: „Die dezentrale Energiewende ist dringender geboten denn je. Dafür ist die Einführung einer Neuen Energiemarktordnung mit Erneuerbaren Energien und Speichern im Zentrum ein zentraler Schritt. Daher appellieren wir an Brüssel und die neue Regierung in Berlin, die breite Markteinführung von Speicheranwendungen endlich zu ermöglichen.“

„Die Forschungslandschaft und wirtschaftliche Stärke von Nordrhein-Westfalen bilden den idealen Nährboden für eine Technologiemesse wie die Energy Storage Europe. Hier zeigt sich, wie wissenschaftliche Expertise und unternehmerisches Engagement die Energiewirtschaft gemeinsam voranbringen können“, kommentierte Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, die Mischung aus Wissenschaft und Wirtschaft, die traditionell in Düsseldorf zu finden ist.

Sektorkopplung und systemdienliche Speicher im Fokus

Weitere wichtige Themen auf den Konferenzen waren die flexible Sektorkopplung und systemdienliche Speicherlösungen, die beispielsweise Netze stabilisieren. Auf der IRES-Konferenz standen darüber hinaus thermische Energiespeicher und konkrete Anwendungen im Vordergrund.

ESE 2018 startet mit Ausstellerrekord – Neue Zahlen und Daten belegen wachsende Bedeutung der Energiespeicherbranche

Der BVES als Bundesverband der gesamten Energiespeicherindustrie präsentiert erstmals Branchenzahlen auf der Leitmesse Energy Storage Europe. Die ESE ist die führende Veranstaltung weltweit auf der das gesamte Spektrum von Energiespeichertechnologien gezeigt wird.

Die Zahlen, Daten und Fakten zur Energiespeicherbranche in Deutschland, die im Auftrag des BVES von Team Consult erhoben wurden, erlauben erstmals eine Einordnung des volkswirtschaftlichen Potentials und zeigen eine wachsende industriepolitische Relevanz der jungen Energiespeicherbranche in Deutschland. Die positiven Entwicklungen werden aktuell vor allem von mittelständischen Unternehmen getrieben. Bei einem Gesamtumsatz der deutschen Energiespeicherbranche von über 5 Milliarden Euro in 2018 werden allein circa 3 Milliarden Euro Umsatzerlös von neuen Speichertechnologien und -anwendungen generiert. Dabei entwickelt sich das Segment systemisch einsetzbarer Batteriespeicher als besonders dynamischer Umsatztreiber. Zugleich steigen die Mitarbeiterzahlen der Branche kontinuierlich. Allein von 2017 auf 2018 erwartet der BVES eine Steigerung der Beschäftigtenzahlen um 9 Prozent. Mit diesen Zahlen ist die Energiespeicherbranche bereits halb so groß wie etwa die deutsche Braunkohleindustrie.

Neben der dynamischen wirtschaftspolitischen Bedeutung wächst auch die energiewirtschaftliche Relevanz von Energiespeichern für unser Energiesystem und die Energiewende.

So ist der Systemnutzen von Strom- und Wärmespeichern bereits heute beachtlich. Im Jahr 2017 betrug die installierte Stromspeicherleistung etwa 7.370 MW. Das reicht aus, um den jährlichen Strombedarf für über 6 Millionen Einwohner zwischenzuspeichern. Gleichzeitig können die in Deutschland installierten Wärmespeicher mit zusammengenommen etwa 30 TWh die Wärmeversorgung von fast 7 Millionen Einwohnern sicherstellen.

Neben der Versorgung mit Strom und Wärme und vielfältigen weiteren Anwendungen, stehen Energiespeicher für einen großen Mehrwert bei der effizienten Integration Erneuerbarer Energien in unser Energiesystem. So würde der systematische Einsatz von Energiespeichern bereits aktuell zu einer Einsparung von jährlich 10,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent führen. Dies entspräche den eingesparten CO2-Emissionen von etwa 10 Prozent der deutschen PKW-Flotte.

Die ausführlichen Branchenzahlen erhalten Sie hier.

  • „Im laufenden Jahr wird die Energiespeicherbranche die 5 Milliarden Euro-Marke an Umsatzerlösen knacken und bereits heute ist der Systemnutzen von Strom- und Wärmespeichern beachtlich. Die Entwicklung birgt großes Potential für das deutsche Energiesystem und gleichzeitig für die heimische Wirtschaft. Wenn Deutschland diese wachsende Industrie im Land halten möchte, müssen nun dringend die Rahmenbedingungen angepasst werden.“ –Urban Windelen, BVES-Bundesgeschäftsführer
  • Die Ergebnisse des BVES spiegeln auch die Entwicklung der Energy Storage Europe wieder. Die Veranstaltung wächst in allen Kennzahlen. Was uns besonders freut ist, das deutlich zunehmende Interesse aus dem Ausland, was wir bereits aus den Vorregistrierungen erkennen können.“ –Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH